Symbolfoto: Nils Vollmar
Wirtschaft
Liechtenstein|25.09.2018 (Aktualisiert am 25.09.18 17:50)

Nach Matter-Rauswurf: Radio L wird Stelle ausschreiben

TRIESEN - Nach der fristlosen Entlassung des Geschäftsführers Martin Matter wird der Liechtensteiner Rundfunk die Stelle neu ausschreiben. Als Geschäftsführer ad Interim wurde nun der Programmleiter Andi Batliner eingesetzt.

Symbolfoto: Nils Vollmar

TRIESEN - Nach der fristlosen Entlassung des Geschäftsführers Martin Matter wird der Liechtensteiner Rundfunk die Stelle neu ausschreiben. Als Geschäftsführer ad Interim wurde nun der Programmleiter Andi Batliner eingesetzt.

Bereits nach dem plötzlichen Rauswurf des erst Anfang Jahr eingestellten Radio-L-Chefs Martin Matter, verkündete der Verwaltungrat des Liechtensteiner Rundfunks (LRF), dass Programmleiter Andi Batliner und Verkaufsleiter Tobias Thöny interimistisch die Führung des Senders übernehmen werden. Nun wurde Andi Batliner vom Verwaltungsrat als Geschäftsführer ad Interim eingesetzt, wie der LRF am Dienstag mitteilte. Er werde dabei von Tobias Thöny und den restlichen Angestellten unterstützt.

Nicht klar war bislang, ob und wie die Stelle des Geschäftsführers künftig besetzt werden soll. Nun teilte der LRF-Verwaltungsrat mit, man sei derzeit mit der Vorbereitung der Nachfolge beschäftigt. Der Verwaltungsrat prüfe die Strukturen sowie das Anforderungsprofil des Geschäftsführers mit dem Ziel, "zeitnah eine Ausschreibung zu veröffentlichen".

Geschäftsführer nach wenigen Monaten fristlos entlassen

Der seit Januar 2018 amtierende Geschäftsführer Martin Matter war Anfang September fristlos entlassen worden. Die Gründe dafür hat der LRF-Verwaltungsrat bis anhin nicht genannt.

"Ich vermute, dass man schlicht versucht, die sechs Monate Kündigungsfrist zu umgehen", sagte Matter am Tag danach gegenüber volksblatt.li. In seinem Kündigungsschreiben finde er nämlich keinen Anhaltspunkt, der einen anderen Schluss zulasse, so der Ex-Intendant: «Da steht einfach ‹aus wichtigen Gründen fristlos›.» Mündlich habe man ihm vorgeworfen, er sei illoyal gewesen, weil er sich herablassend über den Verwaltungsrat und die Regierung geäussert haben soll. Auch um seinen Umgang mit Finanzen sei es im Kündigungsgespräch gegangen.

Matter streitet die Vorwürfe ab und zweifelt die Rechtmässigkeit der Kündigung an. Er werde den juristischen Weg "bis zum bitteren Ende" gehen, sagte er gegenüber volksblatt.li.

Der zuständige Regierungsrat Daniel Risch soll Anfang Oktober im Landtag zur Causa befragt werden.

(red/pd)

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