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Wirtschaft
Liechtenstein|17.09.2018 (Aktualisiert am 17.09.18 15:40)

Zwischen 1 und 2,5 Prozent: LANV fordert generelle Lohnerhöhung

VADUZ - Die Wirtschaftslage in Liechtenstein sei so gut wie lange nicht mehr, unterstreicht der LANV in seiner Aussendung. Der Frankenschock ist grösstenteils überwunden, die Wechselkursentwicklung positiv. Geholfen hätten neben der damaligen negativen Inflationsrate insbesondere strukturelle Massnahmen in den Betrieben wie Arbeitszeiterhöhungen und Lohnsenkungen durch Eurolöhne. Doch nicht zuletzt hätten die Arbeitnehmenden «mit grossem Einsatz und maximaler Flexibilität» mitgeholfen, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu erhalten. Deshalb sei es an der Zeit, die Arbeitnehmenden am Aufschwung zu beteiligen.

Je nach Branche fordert der LANV nun Lohnerhöhungen zwischen 1.0  und 2.5  Prozent, wovon mindestens 1.0 Prozent generell gewährt werden soll. In Niedriglohnbranchen möchte der LANV mit Sockelbeträgen die untersten Lohnsegmente anheben. Nulllohnrunden und Einmalzahlungen (Boni), wie sie in der Industrie weit verbreitet sind, seien in diesem Jahr fehl am Platz.

Grosser Nachholbedarf bei den Löhnen

In den vergangen Jahren mussten sich die Arbeitnehmenden Liechtensteins mit "bescheidenen Lohnerhöhungen und vielen Nulllohnrunden zufrieden geben", so der LANV. Von Arbeitgeberseite sei argumentiert worden, dass die Null- und Negativteuerung auch bei Nulllohnrunden zu Reallohnerhöhungen führe. Dem ist laut Arbeitnehmervertretern entgegenzuhalten, dass in den Schweizer Teuerungszahlen die Sparpakete der Regierungen und die steigenden Gesundheitskosten in Liechtenstein nicht abgebildet sind. Daraus resultieren Reallohneinbussen seit 2011 von über 5.0  Prozent, heisst es weiter. Nach einer durchschnittlichen Inflationsrate von 0.5  Prozent im Jahr 2017 sei bis Ende 2018 mit einer Teuerung von 0.8 bis 1.0  Prozent zu rechnen. Von der Teuerung sind alle betroffen, weshalb es höchste Zeit sei, die Kaufkraft der Arbeitnehmenden mit generellen Lohnerhöhungen zu erhalten und zu steigern.

 

Generelle Lohnerhöhungen seien immer schwer durchzusetzen. Der LANV berücksichtige deshalb in den Verhandlungen neben der branchenspezifischen Lage auch die Ergebnisse der vergangenen Jahre. Im gesamten Gewebe mit Gesamtarbeitsverträgen seien in den vergangenen fünf Jahren (2014 bis 2018) 17 generelle Lohnerhöhungen erzielt worden, gegenüber 35 in den fünf Jahren davor (2009 bis 2013). In einigen Branchen hätten sie vier bis fünf Nulllohnrunden hintereinander hinnehmen müssen.

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(pd/red)

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