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VBO-Präsident Markus Vogt. (Archivfoto: Paul Trummer)
Wirtschaft
Liechtenstein|31.07.2018 (Aktualisiert am 31.07.18 09:29)

VBO-Präsident fordert Bewässerungslösungen

SCHAAN - Marcus Vogt, Präsident der Vereinigung Bäuerlicher Organisationen (VBO), fordert die Politik und Behörden in einem Standpunkt vom Dienstag auf, Bewässerungslösungen zu finden.

VBO-Präsident Markus Vogt. (Archivfoto: Paul Trummer)

SCHAAN - Marcus Vogt, Präsident der Vereinigung Bäuerlicher Organisationen (VBO), fordert die Politik und Behörden in einem Standpunkt vom Dienstag auf, Bewässerungslösungen zu finden.

"Die Hitze und die damit einhergehende anhaltende Trockenheit ist für die Bauern ein echtes Problem, weil der Verlust von Ernten und damit grosser wirtschaftlicher Schaden droht", betont Vogt. "Trotz langjährigem Kampf seitens der VBO konnte in Liechtenstein bis heute keine vernünftige Lösung für die Bewässerung von Feldern gefunden werden." Dies obwohl Grundlagenstudien und viele gute Beispiele aus der benachbarten Schweiz vorliegen würden. Wenn Bauern in diesen Tagen Felder bewässern wollen, hätten sie praktisch nur die Möglichkeit auf Fliessgewässer auszuweichen. Für diese provisorische Lösung gibt es ein Merkblatt, welches den Rahmen für die Massnahme regelt. Das Vorgehen muss mit der zuständigen Amtsstelle abgesprochen werden. Wenn dieser Weg nicht möglich ist, können bei Zustimmung der Gemeinde provisorisch Hydranten angezapft werden, erklärt Vogt.

Verständnis für die Anliegen der Fischerei

Bei der Entnahme von Wasser aus den Fliessgewässern drohe aber der Konflikt mit den Fischereiverantwortlichen. In Zeiten von Hitze und Trockenheit sinken nämlich auch die Pegelstände der Gewässer dramatisch, was keine Wasserentnahmen zulässt, da die Fische und Krebse damit gefährdet werden. "Auch dieses Gut gilt es zu verteidigen. Schliesslich handelt der FVL nach dem Fischereigesetz, welches den Schutz der Fische und Krebse vorschreibt", schreibt Vogt weiter. Sowohl die Vertreter des FVL als auch die Bauernschaft würden ihre jeweiligen Anliegen zu Recht vertreten. "Als Präsident der VBO verstehe ich die Interessen der Bauern, genau so wie jene des Fischereivereins verstehe, dessen Präsident ich über ein Jahrzehnt war. Die Anliegen von VBO und FVL sind also nicht gegensätzlich, sondern gleich. Die Forderung heisst 'Wasser', um künftig besser auf Hitzeperioden und Trockenheit reagieren zu können", so Vogt weiter.

 "Politik und Behörden müssen aktiv werden"

"Die Politik und die Behörden müssen jetzt aktiv werden. Wir brauchen in Zukunft fix installierte Bewässerungslösungen mit Grundwasseranschluss", fordert er. In Zeiten von grosser Trockenheit und Hitze müssten die Bauern ihre Ernten und damit ihr Einkommen sichern können. "Es geht dabei um Nahrung, um unsere Lebensmittel, es geht dabei aber auch um wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Damit einhergehend müssen auch gerade kleinere Fliessgewässer und deren Lebewesen geschützt werden. Auch hier geht es um Leben. VBO und FVL sind in dieser Frage also keine Gegner, sondern Partner mit derselben Forderung", heisst es weiter.

(red/pd)

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