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Wirtschaft
Liechtenstein|07.04.2018

Heinrich Hiesinger: «Ingenieurskunst ist unsere DNA»

VADUZ - Heinrich Hiesinger leitet seit 2011 die Geschicke von ThyssenKrupp. Der CEO hat den einstigen Stahlriesen erfolgreich zu einem führenden Technologiekonzern umgebaut. Am 25. April spricht Hiesinger am Unternehmertag in Vaduz.

Herr Hiesinger, Sie haben ThyssenKrupp bei Ihrem Amtsantritt 2011 in einer schwierigen Zeit mit Finanzproblemen und Korruptionsskandalen übernommen. Welches waren Ihre wichtigsten Schritte, um den Konzern wieder in ruhigere Gewässer zu führen?

Heinrich Hiesinger: ThyssenKrupp war bei meinem Start in einer schwierigen Lage. Vor allem die Stahlinvestitionen in den USA und Brasilien waren eine schwere Hypothek für das Unternehmen. Unsere Antwort als Management-Team: Wir haben unser Portfolio fokussiert und die operative Leistungsfähigkeit gesteigert. Und besonders wichtig ist, dass wir die Investitionen in Forschung und Entwicklung seit 2011 – trotz knapper Ressourcen – Jahr für Jahr deutlich erhöht haben. Denn von neuen Entwicklungen und neuen Produkten hängt die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens ab. Damit bauen wir ThyssenKrupp zu einem starken Industriekonzern um. Getragen wird unsere Transformation von einem tiefgreifenden Kulturwandel.

Wo stehen Sie heute nach sieben Jahren des Umbaus von ThyssenKrupp?

Wir haben deutliche Fortschritte erzielt. Das Portfolio unserer Geschäfte hat sich fundamental verändert. Wir haben uns von unserer Edelstahlsparte genauso getrennt wie von Teilen unserer Werften. Auch die Stahlaktivitäten in den USA und Brasilien haben wir verkauft. Als ich bei ThyssenKrupp antrat, hatten wir acht Geschäftsbereiche, heute sind es fünf. Mit Gründung des geplanten Joint Ventures im Stahl werden es vier sein.

 Ist ThyssenKrupp durch den Konsolidierungskurs wirtschaftlich stärker geworden?

Seit 2011/2012 haben wir unser operatives Ergebnis um das Sechsfache steigern können. Das haben wir durch konsequentes Sparen und gleichzeitig durch ein beachtliches Wachstum geschafft. Und die Reise geht weiter. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir Rekordaufträge und einen Rekordumsatz verbucht. Das gibt uns viel Zuversicht für die Zukunft.

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(sa)

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