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Wirtschaft
Liechtenstein|19.02.2018 (Aktualisiert am 19.02.18 12:23)

digital.liechtenstein.li besucht thyssenkrupp Steering in Eschen

ESCHEN - Der erste Workshop-Event von digital-liechtenstein.li hat die Partnerfirmen nach Eschen geführt. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die digitale Welt des Produktionsverbundes von thyssenkrupp Steering.

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ESCHEN - Der erste Workshop-Event von digital-liechtenstein.li hat die Partnerfirmen nach Eschen geführt. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die digitale Welt des Produktionsverbundes von thyssenkrupp Steering.

Patrick Vith, COO der thyssenkrupp Steering, begrüsste am 23. Januar 2018 rund 30 Vertreter der Partnerfirmen von digital-liechtenstein.li im Advanced Technology Lab am Hauptsitz in Eschen. Das Advanced Technology Lab wurde vor rund einem Jahr gegründet, um Technologien und Anwendungen in den Themenbereichen der Robotic und Manufacturing zu bearbeiten und zu erforschen. Der Workshop teilte sich in drei Hauptteile. Im ersten Teil gab Patrick Vith einen Überblick über das Lenkungsgeschäft von thyssenkrupp und skizzierte die Entwicklung der 76-jährigen Firmengeschichte von der Kaltumformung bis hin zum Komplettsystemlieferanten für alle grossen Volumen- und Premium-Fahrzeughersteller. thyssenkrupp Steering zählt weltweit rund 8500 Mitarbeiter an 16 Standorten. Das Headquarter in Eschen gehört mit rund 2500 Mitarbeitern zu einem der grössten Arbeitgeber des Landes. Dort ist neben der Verwaltung unter anderem ein hoch modernes Forschungs- und Entwicklungszentrum für Lenkungstechnologie angesiedelt.

Silodenken verhindern

Einer der Digitalisierungsschwerpunkte von thyssenkrupp liege im Produktionsverbund seiner Lenkungswerke. Der Informations-Workshop befasste sich unter anderem mit Fragen, wie die Digitalisierung in einem weltweiten Produktionsverbund genutzt und umgesetzt werden kann und welche Möglichkeiten thyssenkrupp hat, um die Komplexitäten herunterzubrechen und die Prozesse in die Produktion zu bringen. Ebenso habe man sich die Frage gestellt, wie Silodenken eliminiert bzw. reduziert und die Mitarbeiter einbezogen und weltweit zusammengeführt werden können. Zwei wesentliche Themen, die das Lenkungsgeschäft von thyssenkrupp beschäftigen und wichtige Bestandteile des Workshops gewesen seien, sind Robotic und Manufacturing Organisation Management (MOM). Die Verantwortlichen gaben im Workshop Einblicke in die beiden Themenbereiche.

 

Roland Kerbleder, Leiter Operations Excellence, gab einen Überblick zum Thema MOM und erläuterte die Erwartungen der Kunden an einen Systemlieferanten wie thyssenkrupp im Spannungsfeld von Technologie und Agilität. „Der Kunde erwartet die Nachverfolgbarkeit und Transparenz des gesamten Prozesses der Produktentwicklung, der Produktion und des Services, vom Anfang bis zum Schluss“, so Kerbleder.  Eine weltweite Vernetzung garantiere einen hohen Grad an Synchronisierung der verschiedenen Werke und Abteilungen. Die Verfügbarkeit der Daten ermögliche den Mitarbeitern, selbständig arbeiten und handeln zu können. Der Zugang der einzelnen Werke auf den Erfahrungspool der vorhandenen Daten biete Transparenz über den Lebenszyklus des Produktes und ermögliche das Erkennen ungenutzter Daten und ihrer Anwendungsmöglichkeiten. Dies ermöglichte darüber hinaus einen einfachen und raschen Zugriff und Output bei Data Analysen und Rückfragen des Kunden. Bei Bedarf können abteilungsübergreifend, global und effizient durchgängig Spezifikationsänderungen vorgenommen werden. Die rapiden Entwicklungen in Technologie und Produktion setzen laut Presta Agilität voraus. Die integrierte werksübergreifende Reaktion ermögliche rasche weltweite Änderungen und schnelles Feedback zwischen Entwicklung und Produktion.

 

Zusammenarbeit von Mensch und Roboter

Im zweiten Teil des Workshops gab Andreas Münster, Teamleiter Advanced Manufacturing Development, den Teilnehmern einen Einblick in das Thema Robotic. „Das Thema Robotic hat in Eschen klein gestartet und begeisterte sehr schnell viele Mitarbeiter“, sagte Münster. Nicht nur weil die Umsetzung einfach und rasch war, sondern auch weil die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter tiefe Einblicke in bisher ungeahnte Möglichkeiten der Kollaboration bot. Im Advanced Technology Lab konnten die Teilnehmer hautnah bereits programmierte Roboter kennenlernen und in Aktion erleben. Der Vorteil von flexiblen Roboter-Stationen sei, dass sie rasch programmiert, gut handelbar und individuell einsetzbar seien - sowohl im Testingbereich als auch an der Produktionslinie. So könne eine millionenschwere Produktionsanlage, die etwa durch eine Kundenänderung einen Produktionsschritt mehr benötigt, durch eine Robotic-Lösung in kurzer Zeit erweitert oder angepasst werden.

 

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(pd/red)

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