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Wirtschaft
Liechtenstein|10.09.2019 (Aktualisiert am 10.09.19 09:59)

PrismaLife mit 5,7 Millionen Euro Überschuss

RUGGELL - Die PrismaLife AG hat im ersten Halbjahr einen Überschuss von mehr als 5,7 Mio. Euro erzielt. Damit erreichte der liechtensteinische Versicherer nach eigenen Angaben ein mehr als doppelt so hohes Ergebnis wie im Vorjahreszeitraum (2,5 Mio. Euro) und ein höheres Ergebnis als im Gesamtjahr 2018 (5,3 Mio. Euro). 

Ursächlich für den Ergebnisanstieg seien die anhaltende Kostendisziplin sowie ein deutlich verbessertes Investmentergebnis gewesen. Die verdienten Prämien in Höhe von rund 62,4 Mio. Euro lagen laut PrismaLife leicht unter denen des ersten Halbjahres 2018 (65.1 Mio. Euro), das Neugeschäft stieg deutlich um 32 Prozent.

Nachhaltige Kapitalanlage

Zum 30. Juni 2019 hat das Unternehmen laut Aussendung die Kapitalanlagen im Deckungsstock unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten weiter optimiert und einen überdurchschnittlichen ESG-Score von 76.2 Prozent erreicht. Auch die Fondspalette für die Kunden umfasse neben exklusiven Strategieportfolios, kostengünstigen ETFs und sicherheitsorientierten Renten-, Geldmarkt- und Garantiefonds sowie ausgewählten Aktienfonds elf explizite Nachhaltigkeitsfonds, unterstreicht das Unternehmen.

Ein strategischer Pfeiler der PrismaLife sei die Konzentration auf Nettotarife. Deren Anteil am Neugeschäft lag laut Halbjahresergebnis in den ersten sechs Monaten 2019 bei 75 Prozent. 

Solvabilitätsquote steigt weiter

Trotz ungünstiger Entwicklung der Zinskurve konnte die PrismaLife nach eigenen Angaben ihre Solvabilitätsquote weiter auf rund 140 Prozent verbessert. «Wir haben hier auch einen Zielkonflikt mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie», wird PrismaLife-CEO Holger Beitz in der Aussendung zitiert. «ESG-konforme Investments erfordern meist eine höhere Eigenkapitalunterlegung, was sich ungünstig auf die Solvabilitätsquote auswirkt, umgekehrt verfügen konservative Anlagen, vor allem Staatsanleihen, nur über schwache ESG-Scores. Hier werden wir künftig flexibel agieren müssen.»

(pd/red)

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