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Wirtschaft
Liechtenstein|21.08.2018 (Aktualisiert am 21.08.18 07:40)

VP Bank Gruppe mit knapp 30 Millionen Franken Gewinn im ersten Halbjahr

VADUZ - Die VP Bank Gruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2018 einen Konzerngewinn von 29.3 Millionen Franken. Wie die Bank am Mittwoch weiter mitteilte, nahmen die betreuten Kundenvermögen um 1.3 Prozent zu. Die Kernkapitalquote betrug 22.6 Prozent, die Aktie der VP Bank verzeichnete einen starken Kurszuwachs.

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VADUZ - Die VP Bank Gruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2018 einen Konzerngewinn von 29.3 Millionen Franken. Wie die Bank am Mittwoch weiter mitteilte, nahmen die betreuten Kundenvermögen um 1.3 Prozent zu. Die Kernkapitalquote betrug 22.6 Prozent, die Aktie der VP Bank verzeichnete einen starken Kurszuwachs.

Obwohl der Gewinn um 6.9 Prozent unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode liegt, trage die Vorwärtsstrategie weitere Früchte. "Mit 603.1 Mio. Fr. an Netto-Neugeldzufluss konnte an die Zuflüsse von 2017 angeknüpft werden. Die Tier 1 Ratio von 22.6 Prozent bedeutet für die VP Bank weiterhin eine starke Eigenmittelausstattung", heisst es in der Medienmitteilung.

Konzerngewinn liegt bei 29.3 Millionen Franken 

Die VP Bank Gruppe weist für das erste Halbjahr 2018 einen Konzerngewinn von 29.3 Mio. Franken (Vorjahresperiode: 31.5 Mio. Franken) aus. Im Vergleich zur Vorjahresperiode reduzierte sich der Geschäftsertrag den Angaben zufolge um 2.2 Prozent von 151.1 Mio. auf 147.9 Mio. Franken. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft erhöhte sich gegenüber dem 30. Juni 2017 um 6.9 Prozent auf 55.0 Mio. Franken. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahm im ersten Halbjahr 2018 um 5.2 Prozent auf 64.3 Mio. Franken zu. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg um 4.0 Prozent auf 26.2 Mio. Franken. Aus den Finanzanlagen resultierte ein Gewinn von 0.9 Mio. Franken (Vorjahresperiode: 12.0 Mio. Franken).

Geschäftsaufwand reduziert

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, konnte der Geschäftsaufwand gegenüber der Vorjahresperiode um 1.7 Mio. von 117.2 Mio. auf 115.5 Mio. Franken (Rückgang um 1.5 Prozent) reduziert werden. Der Personalaufwand habe sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 6.0 Prozent auf 74.0 Mio. Franken erhöht. Der Personalbestand wurde gegenüber dem 30. Juni 2017 um 9.3 Prozent auf 892 Mitarbeitende (teilzeitbereinigt: 828) ausgebaut. "Im Einklang mit den strategischen Wachstumsinitiativen resultierte diese Steigerung hauptsächlich aus der Rekrutierungsoffensive", teilt die VP Bank Gruppe dazu mit.

Der Sachaufwand erhöhte sich um 7.6 Prozent auf 29.9 Mio. Franken. Diese Steigerung sei hauptsächlich auf einen Anstieg des übrigen Sachaufwandes von 3.5 Mio. auf 5.1 Mio. im ersten Semester 2018 zurückzuführen. Dies stehe im Zusammenhang mit einer Abgrenzung für den regulatorischen Abwicklungsfonds. Die Zunahme bei den Abschreibungen um 13.4 Prozent auf 11.7 Mio. Franken stehe in Verbindung mit Investitionen für regulatorische Projekte und Wachstumsinitiativen, die nach Fertigstellung planmässig über mehrere Jahre abgeschrieben werden. Weiters resultiere im ersten Semester 2018 netto eine Auflösung von 0.2 Mio. Franken von Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verlusten. In der Vorjahresperiode wurde ein Aufwand für Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste von total 9.2 Mio. Franken verbucht, insbesondere aufgrund der Einigung mit den Behörden in Nordrhein-Westfalen und der damit vorgenommenen Rückstellung.

Die Cost/Income Ratio betrug im ersten Semester 70.3 Prozent (Vorjahresperiode: 64.6 Prozent). "Mit einer Tier 1 Ratio von 22.6 Prozent (31.12.2017: 25.7 Prozent) besitzt die VP Bank Gruppe im Branchenvergleich eine komfortable Eigenkapitalbasis. Die Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum 31.12.2017 geringfügig um 1.4 Prozent auf 12.6 Mrd. Franken", wie es weiter heisst.

Neuerliche Zunahme der betreuten Kundenvermögen

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe beliefen sich per 30. Juni 2018 auf 40.9 Mrd. Franken. Gegenüber dem Wert per 31. Dezember von 40.4 Mrd. Franken bedeutet dies eine Zunahme um 1.3 Prozent (0.5 Mrd. Franken). Davon waren 0.6 Mrd. Franken Netto-Neugeldzufluss und minus 0.1 Mrd. Franken durch negative Veränderungen der Marktbewertung (Performance) der Kundenvermögen bedingt. Die VP Bank Gruppe verzeichnete im ersten Semester 2018 wie in den vorausgegangenen drei Semestern einen hohen Netto-Neugeldzufluss von 0.6 Mrd. Franken (Vorjahresperiode: 1.1 Mrd. Franken). Erfreulich sei, dass beide Geschäftssegmente "Client Business Liechtenstein" und "Client Business International" Netto-Neugeldzuflüsse verzeichnen konnten. Diese Zuflüsse seien dank intensiver Marktbearbeitung, Rekrutierung von neuen Kundenberatern und Zuflüssen von bestehenden Kunden erzielt worden.

Die Custody-Vermögen betrugen per 30. Juni 2018 5.9 Mrd. Franken, was einer Abnahme von 0.2 Mrd. Franken gegenüber dem 31. Dezember 2017 entspricht. Das Kundenvermögen inklusive der Custody-Vermögen betrug per 30. Juni 2018 total 46.8 Mrd. Franken (31. Dezember 2017: 46.4 Mrd. Franken).

"Mit 603 Mio. Franken Netto-Neugeld in einem bewegten ersten Halbjahr konnten wir an die Zuflüsse im Jahr 2017 anknüpfen. Diese Zunahme verbessert unsere Ertragslage nachhaltig und zeigt, dass wir die geeigneten Massnahmen ergriffen haben, um unser Wachstum wie geplant voranzutreiben und weiterhin in das operative Geschäft zu investieren", wird Alfred W. Moeckli, Chief Executive Officer der VP Bank Gruppe, in der Medienmitteilung zitiert.

(le)

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