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Wirtschaft
Liechtenstein|20.06.2018 (Aktualisiert am 11.09.18 16:52)

Radio L nimmt Stellung und prüft personelle Konsequenzen

VADUZ - Um 17.15 Uhr äusserte sich Radio L in einer Stellungnahme, die wir nachstehend ungekürzt veröffentlichen. 

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VADUZ - Um 17.15 Uhr äusserte sich Radio L in einer Stellungnahme, die wir nachstehend ungekürzt veröffentlichen. 

Stellungnahme des LRF

"Ein Mitarbeiter des Liechtensteinischen Rundfunks (LRF) hat in einem Schreiben vom 19. Juni 2018 seine Sicht bezüglich der Situation rund um den LRF, ohne vorherige Absprache mit dem Verwaltungsrat und dem Geschäftsführer, nach Aussen kommuniziert. Diese Sicht ist die persönliche Einschätzung des Mitarbeiters und deckt sich nicht mit der Sicht des Verwaltungsrates des LRF und des Geschäftsführers. Der LRF sieht sich daher zu einer Medienmitteilung veranlasst.

Anlässlich eines Reportings im Juni 2018 hat die Geschäftsführung dem Verwaltungsrat mitgeteilt, dass es nach aktuellem Forecast per Ende Jahr zu einem finanziellen Defizit kommen könnte. Hierüber wurde das zuständige Ministerium informiert. Es bestand Einigkeit, dass der Verwaltungsrat den Forecast zu verifizieren und entsprechende Massnahmen zu prüfen und einzuleiten hat. Dies vor dem Hintergrund, die prognostizierten Jahresziele zu erreichen und ein allfälliges Defizit auszugleichen. Der LRF unternimmt grosse Anstrengungen, die Umsätze zu steigern, aber auch mögliches Sparpotenzial auszuschöpfen. Wir möchten betonen, dass seitens des LRF aktuell kein erneuter Antrag auf Erhöhung der finanziellen Mittel für das Jahr 2018 beim Ministerium bzw. der Regierung eingereicht wurde.

Es ist dem LRF ein Anliegen, sich beim Landtag für die kürzlich gesprochenen, zusätzlichen Mittel in Form von Nachtragskrediten zu bedanken. Die klare Zustimmung zu diesen Nachtragskrediten zeigen dem LRF, dass der Rückhalt und das Vertrauen in das Radio nach wie vor gross sind. Der LRF ist sich bewusst, dass er um dieses entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen, auf allen Ebenen sein Bestes geben muss. Dazu zählt das Erreichen von betriebswirtschaftlichen Zielen, wie auch das Anbieten eines guten und ausgewogenen Programms. Obwohl die finanzielle Decke beim LRF seit Jahren dünn ist, ist der Verwaltungsrat überzeugt, dass ein finanziell gesundes Unternehmen und ein erfolgreicher LRF mit Unterstützung der politischen Entscheidungsträger möglich sind. Um die notwendigen Entscheide seitens der Politik treffen zu können, liegt die Entwicklung entsprechender Strategien und Konzepte selbstredend im Verantwortungsbereich des Verwaltungsrates.

Die im Schreiben des Mitarbeiters angesprochenen personellen Differenzen innerhalb des Teams des LRFs nimmt dieser sehr ernst und befasst sich intensiv mit diesen, bis hin zur Prüfung personeller Konsequenzen. Der LRF befindet sich derzeit in einem Veränderungsprozess und der Verwaltungsrat, als auch der Geschäftsführer, sind sich der Verantwortung dem Unternehmen gegenüber sehr bewusst."

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