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Der Startschuss von «JugendEnergy» fiel im Jahr 2012 mit der Installation der PV-Anlage auf dem Postgebäude in Schaan. (Foto: ZVG)
Vermischtes
Liechtenstein|13.08.2022

Die Zeit zu handeln ist «Jetzt»

Als sich Greta Thunberg 2018 mit ihrem «Schulstreik für das Klima»-Schild aus Protest vor das schwedische Parlament stellte, katapultierte sie das Thema Nachhaltigkeit in die Köpfe der Jugendlichen und Kinder weltweit. In Liechtenstein setzt sich ein Jugendverein jedoch bereits seit zehn Jahren für den Umstieg auf erneuerbare Energien ein und richtet sich nun mit einem Appell an die Gesellschaft.

Der Startschuss von «JugendEnergy» fiel im Jahr 2012 mit der Installation der PV-Anlage auf dem Postgebäude in Schaan. (Foto: ZVG)

Als sich Greta Thunberg 2018 mit ihrem «Schulstreik für das Klima»-Schild aus Protest vor das schwedische Parlament stellte, katapultierte sie das Thema Nachhaltigkeit in die Köpfe der Jugendlichen und Kinder weltweit. In Liechtenstein setzt sich ein Jugendverein jedoch bereits seit zehn Jahren für den Umstieg auf erneuerbare Energien ein und richtet sich nun mit einem Appell an die Gesellschaft.

Im Landtag werden eine mögliche Photovoltaik-Pflicht (PV-Pflicht) sowie das Verbot von Gas- und Ölheizungen kontrovers diskutiert. Und zwar von 25 Politikerinnen und Politikern, die im Schnitt über 50 Jahre alt sind. Wäre es in Sachen Nachhaltigkeit und grüner Energie aber nicht wichtig, Jugendliche und Kinder mit in die Diskussionen und Entscheide einzubeziehen? Immerhin geht es dabei um eine Zukunft, die sie, ihre Kinder und Kindeskinder betrifft.
Eins vorweg: Viele Jugendliche und junge Erwachsene haben hierzu eine klare Haltung. Für den Verein «JugendEnergy», der vor zehn Jahren aus einer Initiative der Jugendbeteiligung Liechtenstein (Jubel) entstand, sollte sich die heissdiskutierte Frage eigentlich schon gar nicht mehr stellen: «Die PV-Pflicht ist von unserer Seite aus ein Muss», so das Vorstandsmitglied Julia Frommelt. Denn trotz Förderangeboten gebe es nach wie vor viel zu wenig PV-Anlagen auf Liechtensteins Dächern.

Viel erreicht, noch mehr vor

Und genau das war bereits vor zehn Jahren der ausschlaggebende Punkt, warum der Jugendverein überhaupt erst gegründet wurde. Während eines Austauschanlasses habe sich eine Gruppe formiert, die sich für das Thema Nachhaltigkeit interessiert hat. «Daraus ist dann das erste Projekt – die Photovoltaikanlage auf dem Postgebäude in Schaan – und die Gründung des Vereins entstanden», erklärt Frommelt. Der Verein hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Jugendlichen möglichst viele PV-Anlagen in Liechtenstein zu installieren.
2012 wurde also in Schaan die erste Anlage von der Jugendgruppe installiert und bis dato sind nochmals vier hinzugekommen – beim Verein für Betreutes Wohnen in Triesen, bei der Waldorfschule und der Primarschule Resch in Schaan sowie bei der Primarschule Aeule in Vaduz. Diese fünf Anlagen hätten im vergangenen Jahr fast 150 000 Kilowattstunden (kWh) Strom produziert, was dem Verbrauch von rund 37 Einfamilienhäusern entspricht. Und eigentlich möchte der Verein noch mehr Dächer mit Photovoltaik ausstatten. Es stünden bereits wieder motivierte Schulklassen und Jugendgruppen für Projekte bereit, jedoch fehle es an Hausbesitzern, die einer Umsetzung mit Jugendlichen zustimmen. «Es gibt noch sehr viele freie Dachflächen im Land, wo wir gerne einen Beitrag zur Erstellung einer Photovoltaikanlage leisten – wir sind offen für alle Formen der Zusammenarbeit, solange sich Jugendliche einbinden lassen», so Frommelt.

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(tb)

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