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Liechtenstein|05.07.2022 (Aktualisiert am 05.07.22 11:36)

Auch Liechtenstein will sich dem Wolf annehmen

VADUZ - Die Regierung hat am 14. Juni das revidierte "Konzept Wolf Liechtenstein" sowie die "Richtlinie Herdenschutzhunde Liechtenstein" zur Kenntnis genommen und das Amt für Umwelt beauftragt, eine öffentliche Konsultation durchzuführen. Dabei will man sich noch stärker an die Schweiz anlehnen.

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VADUZ - Die Regierung hat am 14. Juni das revidierte "Konzept Wolf Liechtenstein" sowie die "Richtlinie Herdenschutzhunde Liechtenstein" zur Kenntnis genommen und das Amt für Umwelt beauftragt, eine öffentliche Konsultation durchzuführen. Dabei will man sich noch stärker an die Schweiz anlehnen.

Weil die Flächenausdehnung Liechtensteins mit 160 km2 kleiner ist als die durchschnittliche Reviergrösse eines Wolfsrudels im Alpenraum, sei eine strategische Anlehnung in Sachen Herdenschutz an die Schweiz sinnvoll. Gemäss Mitteilung des Amtes für Umwelt ist daher bei der Besiedlung durch Wölfe hierzulande zu erwarten, dass deren Streifgebiete mit den Hoheitsgebieten Graubündens, St. Gallens und/oder Vorarlbergs überlappen. Vor allem bei der Überwachung der Wolfsbestände (Monitoring), der Beurteilung von Schadenereignissen und den damit zusammenhängenden Eingriffen in den Wolfsbestand (Schiessung) sei deshalb eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zielführend.

Herdenschutz grenzüberschreitend regeln

Der Wolfsbestand und die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Konflikte in der Schweiz hätten in den letzten 25 Jahren zugenommen. Der Bundesrat hat daher die Jagdverordnung revidiert und per 15. Juli 2021 in Kraft gesetzt. Mit der Anpassung der Schadenschwellen kann seither schneller in Wolfsbestände eingegriffen werden.

Zur erneuten Harmonisierung mit der schweizerischen Rechtslage schlägt die Regierung daher eine Revision des 2019 erlassenen "Konzept Wolf Liechtenstein" vor. Da Liechtensteiner Tierhalterinnen und Tierhalter ihre Tiere teilweise in der Schweiz weiden und/oder sömmern lassen, soll bezüglich Herdenschutzhunde eine Gleichbehandlung mit den Tierhaltern der angrenzenden Kantone angestrebt werden. Als Vorlage für die neu von der Regierung vorgeschlagene "Richtlinie Herdenschutzhunde Liechtenstein" greife man deshalb auf Unterlagen und Dokumentationen des Bundesamtes für Umwelt sowie des Kantons Graubünden zurück.

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(red/pd)

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