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Liechtenstein|27.09.2021 (Aktualisiert am 27.09.21 17:16)

Klimanot: Schon die heute unter 40-Jährigen werden leiden

SCHAAN/ZÜRICH/POTSDAM - Ein Kind, das 2021 geboren wird, wird viel mehr Überschwemmungen, Hitzewellen und Waldbrände erleben als seine Grosseltern. Das geht aus einer Studie eines internationalen Forscherteam mit Beteiligung der ETH Zürich hervor, die am Montag in der Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht wurde.

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SCHAAN/ZÜRICH/POTSDAM - Ein Kind, das 2021 geboren wird, wird viel mehr Überschwemmungen, Hitzewellen und Waldbrände erleben als seine Grosseltern. Das geht aus einer Studie eines internationalen Forscherteam mit Beteiligung der ETH Zürich hervor, die am Montag in der Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht wurde.

Diese Erkenntnis überrascht jetzt wohl die wenigstens, die in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren die Nachrichtenlage verfolgt haben. (Zum Nachlesen: I, II, III, IV, V).

Aber zu erschüttern vermag die Botschaft der Studie dennoch: Ein heute geborenes Kind wird in seinem Leben aufgrund des Klimawandels im Schnitt viel mehr Extremwetter erleben als ein 1960 geborener Erdenbürger durchmachen muss.

1,5-Grad-Ziel kann einen grossen Unterschied machen

In seine Lebenszeit werden laut Prognose doppelt so viele Waldbrände, drei Mal so viele Überschwemmungen und Ernteausfälle, sieben Mal so viele Hitzewellen fallen.

Und das in einem Szenario, in dem die Länder ihre derzeitigen Strategien zur Reduzierung von Treibhausgasen beibehalten. Das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen könne also einen grossen Unterschied machen.

Die Forschenden legten vorhandene Daten zu globalen Temperaturverläufen und Projektionen für Extremwetterereignisse mit Bevölkerungsdaten und Lebenserwartungszahlen übereinander. Dabei betrachteten sie unterschiedliche Szenarien, was die Erhöhung der weltweiten Durchschnittstemperatur angeht.

So haben die Forscher gerechnet

Ein Beispiel: Eine 1960 geborene Person erlebt der Rechnung zufolge im Schnitt etwa zwei bis sechs Hitzewellen.

In die Lebenszeit eines 2020 geborenes Kindes fallen dagegen durchschnittlich 10 bis 26 Hitzewellen, wenn der globale Temperaturanstieg auf 1,5 Grad begrenzt wird.

15 bis 29 Hitzewellen sind es bei einem Anstieg von 2,0 Grad - und 21 bis 39 Hitzewellen, wenn die derzeitigen Klimastrategien der Regierungen beibehalten werden.

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(sda/dpa/red)

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