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(Symbolfoto: RM/AFP/Money Sharma)
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Liechtenstein|13.01.2021 (Aktualisiert am 13.01.21 16:39)

Vogelgrippe: Amt ruft zu vorbeugenden Massnahmen auf

VADUZ - Nach mehreren Fällen in Süddeutschland wurde in Konstanz bei einem Schwan die Vogelgrippe (HPAIV) nachgewiesen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Vogelgrippe auch in die Schweiz und Liechtenstein kommt, ist hoch", schreibt das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen. Vorbeugende Massnahmen müssten überprüft und wenn nötig angepasst werden, insbesondere in Geflügelhaltungen mit Auslauf- und Freilandhaltung.

(Symbolfoto: RM/AFP/Money Sharma)

VADUZ - Nach mehreren Fällen in Süddeutschland wurde in Konstanz bei einem Schwan die Vogelgrippe (HPAIV) nachgewiesen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Vogelgrippe auch in die Schweiz und Liechtenstein kommt, ist hoch", schreibt das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen. Vorbeugende Massnahmen müssten überprüft und wenn nötig angepasst werden, insbesondere in Geflügelhaltungen mit Auslauf- und Freilandhaltung.

Der positiv getestete Schwan wurde auf deutschem Boden nahe der Schweizer Grenze tot aufgefunden. Bei ihm wurde der hochpathogene Virus-Subtyp H5 nachgewiesen. "Nach aktuellem Wissensstand ist die jetzt zirkulierende Vogelgrippe nicht auf den Menschen übertragbar", teilte das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen am Mittwoch mit.

Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel vermeiden

Wie das Amt weiter schreibt, müssen zum Schutz des Hausgeflügels vorsorgliche Massnahmen ergriffen werden. So muss der Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln verhindert werden. Die Geflügelhalter sind aufgerufen, bestimmte Massnahmen zu beachten. So soll nur in für Wildvögel nicht zugänglichen Stallungen gefüttert und getränkt werden. Biosicherheitsmassnahmen müssen strikt eingehalten werden. Dazu gehört der Schuhwechsel, ein Überkleid für die Stallung und Händedesinfektion vor dem Betreten der Stallungen. Wie das Amt weiter schreibt, sind Freilandhaltung und Weideauslauf weiterhin möglich. Es sind jedoch Vorbereitungen sind zu treffen, um die Tiere gegebenenfalls in einem geschützten Aussenklimabereich zu halten. Bestehende Gitter sind auf Löcher zu überprüfen. "Insbesondere Hobbyhalter werden darauf hingewiesen, dass die Registrierung von Geflügelhaltungen obligatorisch ist", erinnert das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen. 

Die Überwachung von Wildvögeln sei wichtig, um mögliche Krankheitsausbrüche frühzeitig zu erkennen. Personen, die auf tote oder kranke Wildvögel stossen, werden gebeten, diese nicht zu berühren. Solche Tiere sind dem Amt für Umwelt (info.au@llv.li) bzw. dem Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen (info.alkvw@llv.li, +423 236 73 18) zur Bergung und Untersuchung zu melden.

Verbreitung der Vogelgrippe

"Seit Ende Oktober haben die Fälle von Vogelgrippe bei wildlebenden Wasservögeln in Nordeuropa stark zugenommen. Anfang November sind auch erste Fälle in Geflügelbetrieben aufgetreten. Mit dem Vogelzug hat sich das Virus nach Westen und Süden ausgebreitet. Die Wildwasservögel, die auf Schweizer und Liechtensteiner Gewässern überwintern, sind bereits angekommen und bleiben gegenwärtig stationär. Das Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen und das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen beobachten die Situation aufmerksam", schreibt das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen in einer Aussendung.

(red/pd )

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