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Von links: Jakob Lütolf, Urs Schneider, Regierungsrätin Dominique Hasler, Beat Erne und Marcus Vogt. (Fotos: ZVG)
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Liechtenstein|28.06.2020 (Aktualisiert am 28.06.20 22:24)

Spitzentreffen der Bauernvertreter Schweiz und Liechtenstein

VADUZ - Auf Einladung der Vereinigung Bäuerlicher Organisationen (VBO) fand ein agrarpolitischer Arbeitsbesuch einer hochrangigen Delegation des Schweizer Bauernverbandes (SBV) in Liechtenstein statt. Ein wertvoller Austausch der für beide Verbände wichtige Erkenntnisse lieferte.

Von links: Jakob Lütolf, Urs Schneider, Regierungsrätin Dominique Hasler, Beat Erne und Marcus Vogt. (Fotos: ZVG)

VADUZ - Auf Einladung der Vereinigung Bäuerlicher Organisationen (VBO) fand ein agrarpolitischer Arbeitsbesuch einer hochrangigen Delegation des Schweizer Bauernverbandes (SBV) in Liechtenstein statt. Ein wertvoller Austausch der für beide Verbände wichtige Erkenntnisse lieferte.

Zwischen dem SBV und der VBO besteht seit Jahrzehnten ein enger und kollegialer Austausch rund um alle Themen der Landwirtschaft, wie es in einer Pressemitteilung der VBO vom Sonntag heisst. Bei diesem Arbeitsbesuch wurde die Schweizer Delegation angeführt von Urs Schneider (Stv. Direktor des Schweizer Bauerverbandes sowie Präsident Argo Marketing Schweiz). Er wurde begleitet von Jakob Lütolf (SBV Vorstand und Präsident landw. Berufsbildung), Beat Röösli (Leiter Geschäftsbereich Internationales), Mirjam Hofstetter (Leiterin Kommunikation und Marketing), Larissa Grossenbacher (Departement Wirtschaft und Raumplanung) Joe Schnider (Vize-Präsident LU-BV) und Loic Bardet (Directeur Agora). Neben einer Hofbesichtigung wurden agrarpolitische Themen diskutiert und das Landtagsgebäude besichtigt. Urs Schneider betonte den hohen Qualitätsstandard der Nahrungsmittel im gemeinsamen Wirtschaftsraum Schweiz-Liechtenstein. Der gemeinsame Wirtschaftsraum mit dem Zollvertrag bildet die Grundlage für den Marktzugang von Liechtensteiner Rohwaren in die Schweiz. Einerseits sichert dieser den Absatz der landwirtschaftlichen Rohwaren aus Liechtenstein und zum andererseits die Abnahme und Verarbeitung von Schweizer Rohwaren in Liechtensteiner Lebensmittelverarbeitungsbetrieben.

Empfang auf der alten Rheinbrücke, von links: Marcus Vogt, Urs Schneider und Klaus Büchel.

Präsident Marcus Vogt führte die VBO Delegation an. Vize-Präsident Beat Erne, die Vorstandsmitglieder Hans Ospelt, Willi Büchel und Christian Wolfinger sowie Geschäftsführer Klaus Büchel ergänzten die Liechtensteiner Delegation. Der VBO Präsident unterstrich die Bedeutung und den Stellenwert des länderübergreifenden Arbeitstreffens für die Verbandsarbeit beider Länder.

Beide Delega­tionen beim Betriebsrundgang.

Vizepräsident Beat Erne zeigte beispielhaft auf seinem Landwirtschaftsbetrieb die Strukturen, Leistungsfähigkeit und Besonderheiten der Landwirtschaft in Liechtenstein. VBO Geschäftsführer Klaus Büchel gab einen Einblick über die aktuellen Schwerpunkte der VBO Arbeit und die derzeitigen Herausforderungen. Dazu gehören v.a. die Sicherung der fruchtbaren Böden, Parzellierung, Pachtsicherheit, Bewässerung, Arbeitskräfte, Neophyten, agrarpolitische Rahmenbedingungen.

Ver­pflegung auf dem Betrieb von Beat und Denise Erne.

Ein weiterer Höhepunkt bildete der Gedankenaustausch mit Regierungsrätin Dominique Hasler. Sie lud zu einer Verköstigung von Liechtensteiner Weinen ein. Dabei wurden verschiedene agrarpolitische Themen rund um die Agrar- und Ernährungswirtschaft ausgetauscht.

Regie­rungs­rätin Dominique Hasler bei ihrer Ansprache.

Bei der Diskussion über Agrarmärkte und Marktmacht kamen die Vertreter beider Länder zum Schluss, dass sichere, regional erzeugte qualitativ hochwertige Lebensmittel ein grosses Potenzial bieten. Dies ist gerade für Liechtenstein und globale Liberalisierung der Märkte durchzusetzen. In beiden Ländern hat die Gesellschaft sehr hohe Erwartungen an die Landwirtschaft bezüglich einer nachhaltigen, ressourcenschonenden und tierfreundlichen Arbeitsweise. Deshalb sind eine aktive, sachliche Kommunikation und ge-zielte Öffentlichkeitsarbeit ein Schwerpunkt beider Verbände. Auch das gesteigerte Bewusst-sein für heimische Lebensmittel im Zuge der COVID-19 Pandemie gilt es für die Landwirtschaft noch besser zu nutzen. Für die VBO war der Gedankenaustausch sehr wertvoll, um einerseits die eigenen Entwick-lungsvorstellungen kritisch zu hinterfragen sowie Positionen und zukünftige Entwicklungen ab-zustimmen und andererseits das so wichtige Netzwerk zu festigen.

(pd)

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