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Liechtenstein|19.05.2020 (Aktualisiert am 19.05.20 20:26)

Hälfte der Beschäftigten verdient über 6675 Franken

VADUZ - Am Dienstag veröffentlichte das Amt für Statistik die aktuellste Lohnstatistik: Demnach betrug der mittlere Bruttomonatslohn der in Liechtenstein beschäftigten 6675 Franken. Das heisst, die Hälfte verdient mehr als diesen Betrag, die andere Hälfte weniger. Gegenüber der letzten Erhebung aus dem Jahr 2016 stieg der Bruttomonatslohn damit um 1,1 Prozent, unter Berücksichtigung der höheren Konsumentenpreise ging der Reallohn jedoch zurück. Frauen verdienen gemäss Statistik immer noch 14,7 Prozent weniger als Männer.

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VADUZ - Am Dienstag veröffentlichte das Amt für Statistik die aktuellste Lohnstatistik: Demnach betrug der mittlere Bruttomonatslohn der in Liechtenstein beschäftigten 6675 Franken. Das heisst, die Hälfte verdient mehr als diesen Betrag, die andere Hälfte weniger. Gegenüber der letzten Erhebung aus dem Jahr 2016 stieg der Bruttomonatslohn damit um 1,1 Prozent, unter Berücksichtigung der höheren Konsumentenpreise ging der Reallohn jedoch zurück. Frauen verdienen gemäss Statistik immer noch 14,7 Prozent weniger als Männer.

Im Jahr 2018 betrug der mittlere Bruttomonatslohn der in Liechtenstein beschäftigten Personen gemäss dem Amt für Statistik 6675 Franken. Vergleicht man diesen Wert mit dem Lohnniveau in der Schweiz, lag der liechtensteinische Bruttolohn 2,1 Prozent über dem Bruttolohn gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung von Oktober 2018.

Reallöhne sind rückläufig

Zwar hat der mittlere Bruttomonatslohn gegenüber der letzten Erhebung aus dem Jahr 2016 um 1,1 Prozent zugenommen. Berücksichtigt man die Preisentwicklung in den vergangenen Jahren, ergibt sich jedoch ein Rückgang des realen Medianlohnes gegenüber 2016 von 0,4 Prozent. Dass der Reallohn sich rückläufig entwickelt hat, ist laut dem Amt für Statistik auf einen Anstieg der Konsumentenpreise in dieser Zeitperiode zurückzuführen.

Immer noch Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Der monatliche Bruttolohn der Frauen lag im Jahr 2014 um 14,7 Prozent tiefer als jener der Männer. Seit der letzten Erhebung aus dem Jahr 2016 sind die Frauenlöhne jedoch stärker gestiegen als die Männerlöhne. Die Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern hat sich dadurch um 0,5 Prozentpunkte verringert. Bei den Frauen belief sich der mittlere Bruttomonatslohn auf 6078 Franken, während er bei den Männern 7125 Franken erreichte. Wie eine Sonderpublikation zur Lohnstatistik 2016 zeigte, lassen sich 48 Prozent der Lohndifferenz nicht durch objektive Kriterien wie dem Alter, der Staatsangehörigkeit, der Bildung, der beruflichen Stellung, dem Pensum oder der Dauer des Arbeitsverhältnisses erklären.

Die Personen im ersten Viertel der Lohnskala verdienten im Jahr 2018 einen Medianlohn von 5092 Franken oder weniger pro Monat, während die Personen im obersten Viertel 8971 Franken oder mehr erhielten. Die Löhne des ersten Viertels lagen somit mindestens 23,7 Prozent unter dem mittleren Bruttomonatslohn von 6675. Die Löhne im obersten Viertel begannen 34,4 Prozent über dem mittleren Bruttomonatslohn.

Vergleicht man mit dem Jahr 2016, haben sich die Abstände zum Medianlohn sogar vergrössert. Der Abstand zwischen den Löhnen im ersten Viertel und jenen im obersten Viertel hat im Vergleich mit dem Jahr 2016 von 74 auf 76 Prozent zugenommen.

Zupendler verdienen leicht mehr

Die Lohndifferenz zwischen den erwerbstätigen Einwohnern und den zupendelnden Beschäftigten blieb 2018 weitgehend stabil. Einheimische verdienten insgesamt 1,7 Prozent weniger als Zupendler. Bei den erwerbstätigen Einwohnern erreichte der Medianlohn 6612 Franken (+1,2 Prozent), bei den zupendelnden Beschäftigten waren es 6723 Franken (+1 Prozent).

In der Vergangenheit war der Lohn der Pendler stets tiefer als jener der erwerbstätigen Bevölkerung. Seit 2014 übertrifft dieser Wert jedoch denjenigen der Einwohner.

Im monatlichen Bruttolohn enthalten ist auch ein Zwölftel des 13. Monatslohns und anderer Zulagen.

(red/pd)

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