Ein solcher Anblick blieb im vergangenen Winter eher Wunschvorstellung als Realität. (Archivfoto: Lucia Kind)
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Liechtenstein|05.05.2020 (Aktualisiert am 05.05.20 11:09)

Schneewerte des Winters 2019/20 stark unterdurchschnittlich

VADUZ - Im vergangenen Winter sehr wenig Schnee. Hinzu kommt, dass die Saison auch nicht lange dauerte und ein abruptes Ende nahm. Die Schneemessungen seien dennoch bis Ende April weitergeführt und zeigten unterdurchschnittliche Werte. Dies teilt das Amt für Bevölkerungsschutz in einer Aussendung mit.

Ein solcher Anblick blieb im vergangenen Winter eher Wunschvorstellung als Realität. (Archivfoto: Lucia Kind)

VADUZ - Im vergangenen Winter sehr wenig Schnee. Hinzu kommt, dass die Saison auch nicht lange dauerte und ein abruptes Ende nahm. Die Schneemessungen seien dennoch bis Ende April weitergeführt und zeigten unterdurchschnittliche Werte. Dies teilt das Amt für Bevölkerungsschutz in einer Aussendung mit.

Von Anfang November bis Ende April habe der Mess- und Beobachtungsdienst des Liechtensteinischen Lawinendienstes an 182 Tagen Schneemessungen in Malbun durchgeführt. Die gesamte Neuschneesumme lag mit 467 cm weit unter dem langjährigen Durchschnitt von 658 cm. Auch die maximale Schneehöhe von 85 cm sei in dieser Saison stark unterdurchschnittlich ausgefallen, denn dieser liege bei 125 cm. Bei der maximalen 1-Tagesneuschneesumme sei sogar ein neuer Minimalwert von 28 cm seit Messbeginn im Winter 1972/73 registriert wurden. Die Temperaturen hingegen waren höher als sonst: Der Durchschnittswert lag nämlich zwei Grad über dem langjährigen Mittel.

Je nach Sichtweise habe der schneearme Winter in Malbun und Steg aber auch seine Vorteile gehabt. So gab es diese Saison keine Schadenlawinen und die Lawinengefahrenstufe stieg nie über die Stufe 3, also «erheblich», an. Dies hatte zur Folge, dass auch keine weiteren Massnahmen wie Gebietssperrungen nötig waren.

Vorteile durch Beurteilungsmatrix

Die diesjährige Weiterbildung des Lawinendienstes fand Mitte Januar in Malbun statt und hatte zum Ziel, die Beurteilung der Lawinensituation anhand einer Matrix zu betrachten. Die Mitglieder hätten geübt, verschiedene Lawinensituationen in der Vergangenheit mittels der dazu gehörenden Daten wie Neuschneemenge, Temperaturveränderungen, Windstärke und -richtung zu beurteilen. Diese Einschätzung hätten sie dann mit der jeweils getätigten vergangenen Beurteilung verglichen. Obwohl die Einschätzung während der Übung nur anhand von Daten auf dem Papier stattfand und das Gelände vor Ort nicht beurteilt werden konnte, zeigte sich gemäss Aussendung, dass zahlreiche Übereinstimmungen sowohl der Gefahren- wie auch der Sperrstufen vorhanden waren und eine solche Beurteilungsmatrix im Ernstfall ein nützliches Hilfsmittel sein kann.

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(red / ots)

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