Lena Schädler (Fachfrau Gesundheit) musste von Beginn an Testpatienten pflegen und beraten. Diese wurden genau instruiert, wie sie sich zu verhalten haben. (Fotos: Michael Zanghellini)
Vermischtes
Liechtenstein|24.08.2019

Auf die Plätze, fertig, los!

KAZAN - Mit voller Konzentration starteten die sechs «WorldSkills»-Kandidaten am Freitagmorgen in den viertägigen Wettkampf. Schnell hatten sie sich eingearbeitet und sind nun bereit, ihre volle Leistung zu entfalten.

Lena Schädler (Fachfrau Gesundheit) musste von Beginn an Testpatienten pflegen und beraten. Diese wurden genau instruiert, wie sie sich zu verhalten haben. (Fotos: Michael Zanghellini)

KAZAN - Mit voller Konzentration starteten die sechs «WorldSkills»-Kandidaten am Freitagmorgen in den viertägigen Wettkampf. Schnell hatten sie sich eingearbeitet und sind nun bereit, ihre volle Leistung zu entfalten.

Beinahe regungslos stehen die Kandidaten am Rand ihres Arbeitsplatzes. Manche sehen sich ein letztes Mal um, andere sind voll und ganz in sich gekehrt. Von Nervosität allerdings keine Spur. Dann, pünktlich um 9 Uhr, schrillt eine Pfeife. Alle Kandidaten eilen zu ihrer Werkbank, greifen ihr Material und beginnen mit der Arbeit. Das, was sich bei Sanitär- und Heizungsmonteur Nicola Batliner abspielte, dürfte sich bei seinen anderen fünf Mitstreitern aus Liechtenstein nicht anders zugetragen haben. Die «WorldSkills» haben begonnen.

Nun müssen sich die sechs Kandidaten Desirée Ackermann, Lena Schädler, Luzian Clavadetscher, Dominik Manser, Luca Hogge und Nicola erst einmal in ihrer Situation zurechtfinden. Lange dauerte dieses Vorantasten allerdings nicht, denn schon wenige Minuten nach Beginn der Berufsweltmeisterschaften, schienen die Kandidaten in ihrer Konzentration versunken zu sein. Sowohl bei Netzwerk- und Systemadministrator Hogge als auch bei seinem Fachkollegen Manser (Softwareapplikationen für Unternehmen) waren bereits viele Zahlen und Listen auf den Monitoren zu sehen. Besucher können den IT-Kandidaten nämlich bei ihrer Arbeit zusehen, da deren Bildschirme an zusätzliche Monitoren gekoppelt sind, die bewusst in Richtung des Zuschauerbereichs ausgerichtet sind. Auch auf einem Computermonitor spielte sich erst die Arbeit von CNC-Fräser Clavadetscher ab. Sorgfältig begutachtete er ein 3D-Modell eines Teils, das er im Verlauf der nächsten Tage auf der Maschine herstellen muss.

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«WorldSkil­ls»-Kandidat Dominik Manser (IT Softwareap­plika­tionen für Unter­nehmen) konnte seine Arbeit ohne Probleme auf­nehmen.

Arbeitstempo und innere Ruhe

Etwas aktiver als die drei erwähnten Kandidaten - zumindest körperlich - waren am ersten Tag bereits Nicola Batliner und die beiden Kandidatinnen des Teams, Schädler und Ackermann. Der Sanitär- und Heizungsmonteur übte seine Handgriffe beim Biegen der Leitungen schnell und präzise aus. Allerdings ohne dabei hastig zu wirken. Ein eher ruhigeres Händchen war bei Kandidatin Schädler (Fachfrau Gesundheit) gefragt. Ihre Testpatientin stand geschwächt und mit zitternden Händen vor einem Waschbecken und putzte sich vorsichtig die Zähne. Schädler beobachtete sie dabei und bot ihr entsprechend Hilfe an. Zwar fiel der Startschuss zum Wettkampf keine zwei Stunden zuvor, doch die Schaulustigen drängten sich bereits vor dem Arbeitsbereich der Pflegefachkräfte. Weitaus ruhiger war es bei Malerin Desirée Ackermann. Da ihr Arbeitsbereich in ihrem Sektor relativ weit hinten liegt, befindet sie sich nicht im grössten Zuschauergedränge. In aller Ruhe klebte ein Tapetenstück nach dem anderen auf die Arbeitswand.

Viel Fortschritt lasse sich am ersten aber nicht feststellen, wie die Experten immer wieder betonen. Genau so wenig könnten sie die Arbeit oder den Zwischenstand mit anderen Konkurrenten noch nicht abschätzen. Fest steht allerdings, dass alle wie geplant mit ihrer Arbeit beginnen konnten. Denn war beispielsweise bei den CNC-Fräsern schon länger alles im grünen Bereich (das «Volksblatt» berichtete am 22. August), gab es beim Pflegeberuf und dem Bereich IT-Softwareapplikationen für Unternehmen noch bis vor Kurzem Ungewissheiten, die den Wettbewerb beeinträchtigen hätten können. Alle Kandidaten konnten ihre Arbeit planmässig beginnen.

(mw)

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