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Kandidat Luca Hogge führte seine Mitstreiter und Teamleiter Giorgio Di Benedetto (ganz rechts) beim Einzug durch die Kazan Arena. 45 000 Augen waren auf sie gerichtet. (Fotos: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|23.08.2019 (Aktualisiert am 23.08.19 10:25)

Die 45. Berufsweltmeisterschaften sind eröffnet

KAZAN - Diesen Tag hatten alle «WorldSkills»-Kandidaten sehnsüchtig erwartet: Russlands Premierminister, Dmitri Medwedew, erklärte die 45. Berufsweltmeisterschaften gestern Abend in der Kazan Arena als eröffnet.

Kandidat Luca Hogge führte seine Mitstreiter und Teamleiter Giorgio Di Benedetto (ganz rechts) beim Einzug durch die Kazan Arena. 45 000 Augen waren auf sie gerichtet. (Fotos: Michael Zanghellini)

KAZAN - Diesen Tag hatten alle «WorldSkills»-Kandidaten sehnsüchtig erwartet: Russlands Premierminister, Dmitri Medwedew, erklärte die 45. Berufsweltmeisterschaften gestern Abend in der Kazan Arena als eröffnet.

Nach und nach füllte sich die Kazan Arena mit Menschen. Viele brachten ihre Landesfahnen mit oder trugen ihre Nationaltracht. Insgesamt fanden sich am Donnerstagabend rund 40 000 Zuschauer in dem Stadion ein, das durch die Fussballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr bekannt geworden war. Dieses Mal ging es aber nicht um ein Fussballspiel, sondern um die Eröffnungszeremonie der 45. Berufsweltmeisterschaften «WorldSkills». Nun mag sich so mancher wundern, wie aus 1350 Kandidaten und ebenso viele Experten auf einmal über 40 000 Leute werden: Tausende Verwandte, Freunde, Bekannte und weitere Fans wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

Der Einzug der Liechtensteiner-Delegation.

Die Veranstaltung begann mit dem feierlichen Einzug aller an den Meisterschaften teilnehmenden Nationen. Liechtensteins Delegation aus sechs Kandidaten erschien im Vergleich zu so manch anderer Nation winzig klein. Umso mehr feuerten die Liechtensteiner im Publikum ihre Landsleute an, als diese an ihnen vorbeimarschierten. Was dann folgte, war eine Hommage an die Berufswelt. Mehrere ehemalige «WorldSkills»-Kandidaten sprachen per Videosequenzen über ihren Werdegang. Sie hatten klein begonnen, stünden heute allerdings an der Spitze eines Unternehmens. «Professionell zu sein, bedeutet, dort etwas zu erreichen, wo es eigentlich für unmöglich gehalten wurde», sagte eine junge Russin. Sie hat ein sogenanntes Exoskelett entwickelt, dass es Gehbehinderten erlaubt, wieder aufrecht zu stehen und zu gehen. Ein weiterer ehemaliger Kandidat wurde auf der Bühne von seiner eigenen Erfindung vorgestellt: Einem der ersten, menschlichen Robotern.

«Professionell zu sein, bedeutet, dort etwas zu erreichen, wo es eigentlich für unmöglich gehalten wurde.»

Russische Entwicklerin

Wer genau hinsieht, entdeckt zwei unserer Teilnehmer.

Während der Videosequenzen und den musikalischen Darbietungen zwischendurch, drehte ein etwas ungewöhnliches Fahrzeug seine Runden in der Arena. Auf diesem standen vier Bäcker, die während der Eröffnungsfeier ein Brot backten. Damit spielten die Organisatoren nicht nur auf das Thema Beruf an, sondern auch auf eine russische Tradition. Denn in Russland ist es Brauch, willkommenen Gästen Brot anzubieten. So sollte es auch bei der Zeremonie sein: Die Bäcker überreichten das frische Brot den Vertretern verschiedener Nationen.

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Erfolg durch Perfektion

Der Präsident von «WorldSkills International», Simon Bartley, wagte einen Ausblick auf die kommenden Tage und ist sich sicher, dass die 1350 Kandidaten zeigen werden, was man durch Perfektion alles erreichen kann. «Alleine dass ihr hier seid, zeigt, dass ihr in eurem Land Champions seid», so Bartley. Trotz des grossen Drucks und der vielen Konkurrenten dürfe keiner der Kandidaten vergessen, dass sie nicht alleine sind, sondern ihre Experten, ihre Familie, ja ihr ganzes Land hinter sich hätten. Russlands Premierminister, Dmitri Medwedew, schloss sich Bartleys Gedanken an und eröffnete die 45. «WorldSkills» mit folgenden, schlichten Worten: «Ich wünsche euch von ganzem Herzen viel Erfolg.»

«Ich wünsche euch von ganzem Herzen viel Erfolg.»

Dmitri Medwedew, russischer Premierminister

Es kann also losgehen. Die monatelange Vorbereitungsphase der Kandidaten und Experten nimmt somit ein Ende. Nun kann jeder der sechs liechtensteinischen «WorldSkills»-Kandidaten vor den Augen tausender Schaulustigen zeigen, was in ihm steckt. Die Berufsweltmeisterschaften werden heute Morgen beginnen.

Was die Experten ihren Kandidaten mit auf den Weg geben

Claudio Nigg

«Glaube an deine Stärke Luzian. Du weisst, dass du es kannst. Es wird dir zugutekommen, dass du nicht nervös bist.» - Claudio Nigg; Experte von Luzian Clavadetscher

Stefan Wachter

«Luca, denke nur an den Tag, der vor dir liegt. Gehe alles vom Morgen bis am Abend in deinem Kopf durch und fokussiere dich auf deinen Auftrag.» - Stefan Wachter; Experte von Luca Hogge

Manuel Steiner

«Lieber Nicola, zieh dein Ding durch. Arbeite einfach so, wie du es gelernt hast, dann kommt alles gut. Es nützt nichts, nervös zu sein.» - Manuel Steiner; Experte von Nicola Batliner

Riccardo Somma

«Dominik, bleib ruhig und bei der Sache. Das ganze Drumherum während dem Wettkampf darf dich gar nicht erst interessieren.» - Riccardo Somma; Experte von Dominik Manser

Katharina Lorenz-Klemm

«Mach dein Ding Lena. Sei einmalig und einfach du selbst. Toi, toi, toi, du machst das!» - Katharina Lorenz-Klemm; Expertin von Lena Schädler

Dominik Gruber

«Liebe Desirée, erbring nun dieselbe Leistung, die du beim Training erbracht hast. Stelle dich selbst zufrieden und mach dir keine Sorgen, wenn Fehler passieren, das gehört dazu.» - Dominik Gruber; Experte von Desirée Ackermann

Der technische Delegierte appelliert an die Beteiligten

Reto Blumenthal

«Die Experten haben sehr gut und hart gearbeitet. Sie müssen in den kommenden Tagen nun unbedingt auf Trab bleiben, denn die Bewertung wartet ja auch noch auf sie. Auch die Kandidaten sind top vorbereitet und hatten in den vergangenen Tagen genügend Zeit, sich zu erholen. Die Stimmung ist sehr gut. Jetzt müssen sie sich aber auf jeden einzelnen Tag konzentrieren und das hinkriegen, worauf sie sich ein Jahr lang vorbereitet haben. Ich bin mir sicher, dass es sehr erfolgreiche ‹WorldSkills› werden.» - Reto Blumenthal; Technischer Delegierter

(mw)

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