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Liechtenstein|14.06.2019 (Aktualisiert am 14.06.19 08:37)

Störung im Telefonnetz behoben - Widersprüchliche Angaben

VADUZ - Die Störung im Telefonnetz der Telecom ist offenbar behoben. Grund sei ein Hardwaredefekt gewesen, wie die Telecom noch in der Nacht vermeldete. Verschiedene Aussagen gibt es aber dazu,  ob die Notrufnummern ebenfalls betroffen waren.

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VADUZ - Die Störung im Telefonnetz der Telecom ist offenbar behoben. Grund sei ein Hardwaredefekt gewesen, wie die Telecom noch in der Nacht vermeldete. Verschiedene Aussagen gibt es aber dazu,  ob die Notrufnummern ebenfalls betroffen waren.

"Teilweise betroffen waren Anrufe von und ins Ausland. Zugleich konnten unsere Mobilfunkkunden, welche sich aktuell im Ausland befanden, zeitweise nicht erreicht werden", teilte die Telecom in der Nacht mit. Anrufe innerhalb von +423 Nummern im Inland seien nicht beeinträchtigt gewesen. "Auch die Notfallnummern konnten im Inland über das FL1 Netz jederzeit erreicht werden. Internet und TV Dienste waren davon nicht betroffen", schreibt die Telecom in einer Aussendung.

Dieser Darstellung widerspricht allerdings die Landespolizei. Sie habe festgestellt, dass um 22.30 Uhr, "die Notrufzentrale nur noch teilweise oder gar nicht mehr" erreichbar" war. "Grund dafür war eine Störung der Telefonie in Liechtenstein. Betroffen waren teilweise das gesamte Festnetz sowie auch das  Mobilfunknetz", schreibt die Landespolizei, die sofort das vordefinierte Notfallszenario ausgelöst hatte. "Sämtliche Feuerwehren in Liechtenstein wurden über das Alarmsystem der Landespolizei alarmiert, um die jeweiligen Depots zu besetzen und mit verfügbaren Feuerwehrfahrzeugen im Dorf zu patrouillieren." Ebenfalls wurden alle Gemeindepolizisten aufgeboten. "Die Landespolizei selber bot ebenfalls etliche zusätzliche Polizisten auf um in den Gemeinden zu patrouillieren. Die Bevölkerung wurde über die Homepage der Landespolizei, Facebook sowie einer Pushmeldung auf die Störung aufmerksam gemacht", schreibt die Landespolizei.

Nach bisherigen Erkenntnissen kam es  während der Zeit der Störung zu keinen grösseren Ereignissen. Die Landespolizei musste lediglich an einen kleineren Einsatz ausrücken, der Rettungsdienst hatte während der Störung zwei medizinische Notfalleinsätze.

Die Störung des Telefonnetzes in Liechtenstein konnte um 2.30 Uhr behoben werden. "Alle Notrufnummern sind seither wieder uneingeschränkt  erreichbar. Die Patrouillen der Landespolizei werden wieder auf Normalbetrieb umgestellt, die Besetzung der Feuerwehrposten als Anlaufstelle in Notfällen wurde aufgelöst", schreibt die Landespolizei.

Auch in diesem Punkt bestehen derzeit noch Unklarheiten. Laut der Mitteilung der Telecom sei die "schnellstmöglich analysiert" worden und die Ursache habe rasch identifiziert werden können. "Gegen 1.11 Uhr wurde der Fehler eingegrenzt und anschliessend um 1.32 Uhr eine Stabilisierung der Serviceerbringung erreicht", schreibt die Telecom, was jedoch nicht unbedingt bedeuten muss, dass die Störung zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig behoben war. Als Ursache gibt die Telecom eine defekte Hardwarekomponente in ihren Voice-Switch an.

In ihrem Jahresbericht, gibt die Telecom an, dass mit dem neuen Netz die einfache IP-Verfügbarkeit der PE-Router im MPLS-Netz bei 99,999999 Prozent lege, und dass die redundante IP-Verfügbarkeit des MPLS-Netzes bei 99,999999 Prozent lege und somit "unseren Kunden, den bestmöglichen Schutz vor einem Ausfall" biete. Diese Aussage war bereits im Landtag in der vergangenen Woche als sehr optimistisch eingestuft wurden.

(hf)

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