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Liechtenstein|31.05.2019 (Aktualisiert am 31.05.19 08:50)

Wege des Plastikabfalls sollen auch in Liechtenstein transparenter werden

SCHAAN - Die Wege des Plastikmülls sind nicht transparent genug. 187 Staaten haben deshalb an der jüngsten UNO Konferenz eine strengere Reglementierung beschlossen. Auch in Liechtenstein ist nicht klar, wo Teile des hiesigen Abfalls landen.

(Foto: Michael Zanghellini)

SCHAAN - Die Wege des Plastikmülls sind nicht transparent genug. 187 Staaten haben deshalb an der jüngsten UNO Konferenz eine strengere Reglementierung beschlossen. Auch in Liechtenstein ist nicht klar, wo Teile des hiesigen Abfalls landen.

Shampoo, Zahnpasta, Obst, Nudeln, Getränke – eine Vielzahl von Produkten ist heute in Plastik verpackt. Der Grossteil der Verpackungen wird einmal gebraucht und dann weggeworfen. Welche Wege der Plastikabfall dabei nimmt wurde jüngst auch an der UNO-Konferenz in Genf thematisiert. Viele Staaten bestätigten, dass sie ihren Plastikabfall in Entwicklungsländern recyceln lassen. Wenn der Abfall aber derart verschmutzt ist, dass er nicht mehr wiederverwertet werden kann, wird er verbrannt oder im Meer entsorgt.

Auf Drängen der Schweiz haben sich Anfang Mai 187 Staaten verpflichtet, stärker gegen Plastikabfälle vorzugehen. Es wurde nicht nur das Ziel gesetzt, die globale Produktion von Plastik zu reduzieren, sondern auch die Ausfuhr von Kunststoffabfällen strenger zu regeln. Mit der Abänderung des Basler Übereinkommens sollen künftig verunreinigte sowie nicht vorsortierte Plastikabfälle meldepflichtig sein. Das heisst: Staaten, die ihr Plastik in andere Länder exportieren wollen, müssen in Zukunft die dezidierte Zustimmung des jeweiligen Landes einholen. So soll ein transparentes und zurückverfolgbares System für Im- und Export von Plastikmüll entstehen.

Von Liechtenstein in die Weltmeere?

Hierzulande haben die Bürger drei Möglichkeiten, Plastik zu entsorgen: Am häufigsten wird der Kehrichtsack benutzt, der in die Kehrichtverbrennungsanalage Buchs verbrannt wird. Ausserdem besteht die Möglichkeit bestimmte Flaschen im Detailhandel oder an verschiedenen Abgabestellen gratis zu entsorgen. Seit 2015 sind zudem verschiedene Kunststoffsammelsäcke auf dem Markt. Mit dem «Supersack» der Elkuch Josef AG sowie in Balzers dem Sammelsack der Firma InnoRecycling AG kann ein buntes Gemisch aus allen möglichen Kunststoffen gesammelt werden. Nicht wenige Bürger sind davon überzeugt, dass sie mit dieser Art der Sammlung einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz leisten, doch Experten sehen die Sammlung von gemischten Kunststoffen kritisch. Ein Grossteil davon sei nämlich gar nicht zu recyceln, stattdessen gehe das Gemisch zur Sortierung ins angrenzende Ausland und gelange von dort zum Teil in Länder mit einer ungeordneten Abfallwirtschaft.

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