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Liechtenstein|04.04.2019 (Aktualisiert am 04.04.19 16:42)

Leistungsaufschub: Prämienzahler müssen nun 170'000 Fr. berappen

SCHAAN - Der vom Staatsgerichtshof für ungesetzlich befundene Leistungsaufschub hat zur Folge, dass Rechnungen in Höhe von 170'000 Franken auf die Prämienzahler überwälzt werden. Dies teilte der Krankenkassenverband mit.

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SCHAAN - Der vom Staatsgerichtshof für ungesetzlich befundene Leistungsaufschub hat zur Folge, dass Rechnungen in Höhe von 170'000 Franken auf die Prämienzahler überwälzt werden. Dies teilte der Krankenkassenverband mit.

"Gemäss aktuellesten Zahlen sind 290 Versicherte mit Prämienausständen von 2,7 Millionen Franken von einem Zahlungsaufschub betroffen", schreibt der Krankenkassenverband in der Medienmitteilung vom Donnerstag. "Für diese Versicherten werden bei den Krankenversicherern Rechnungen im Umfang von rund 170'000 Franken pendent gehalten." Die Zahlung dieser Rechnungen an die Leistungserbringer werde nun auf die Versichertengemeinschaft bzw. die über 99 Prozent der Versicherten überwälzt, welche regelmässig ihre Prämie zahlen.

"Politik ist gefordert"

Die politisch Verantwortlichen seien nun gefordert, rasch festzulegen, wie es betreffend des Leistungsaufschubs bzw. der grundsätzlichen Frage im Umgang mit unbezahlten Prämien im Bereich des KVGs, als gesetzliche, obligatorische Sozialversicherung weitergeht. "Es ist jedenfalls zum Schutze der Solidargemeinschaft der Prämienzahlenden eine gesetzliche Grunde für den Zahlungsaufschub zu schaffen", so der Krankenkassenverband.

(red/pd)

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