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LPC-Präsident Peter Rutz, S.D. Prinz Nikolaus von Liechtenstein, Claudia Fritsche und Norbert Frick. (Foto: Sven Daniel Beham)
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Liechtenstein|02.04.2019 (Aktualisiert am 02.04.19 11:12)

Botschaften sind wichtig für Liechtenstein

Wie wird Liechtenstein im Ausland wahrgenommen? Können die Botschaften das Liechtenstein-Bild beeinflussen oder gar korrigieren? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Internationalen Liechtensteiner Presseclubs (LPC) mit drei ehemaligen Botschaftern.

LPC-Präsident Peter Rutz, S.D. Prinz Nikolaus von Liechtenstein, Claudia Fritsche und Norbert Frick. (Foto: Sven Daniel Beham)

Wie wird Liechtenstein im Ausland wahrgenommen? Können die Botschaften das Liechtenstein-Bild beeinflussen oder gar korrigieren? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung des Internationalen Liechtensteiner Presseclubs (LPC) mit drei ehemaligen Botschaftern.

Wer schon im Ausland war und mit Leuten gesprochen hat, der kennt die Situation: Man ist erstaunt, wie wenig über Liechtenstein bekannt ist. Zu Beginn der LPC-Veranstaltung «Liechtenstein in ausländischen Medien» erinnerte LPC-Präsident Peter Rutz daran, dass es schon zwei Meinungsumfragen zu diesem Thema gab, die über den Liechtenstein-Kenntnisstand im Ausland informierten. Bei der ersten Umfrage durch das Allensbach-Institut im Jahr 1977 wurde erkennbar, dass Liechtenstein als Land der Skifahrer und Briefmarken sowie als Steuerparadies bekannt war. Knapp zwanzig Jahre später ergab sich bei einer zweiten Umfrage ein ähnliches Bild: Die Kenntnisse über Liechtenstein erschöpften sich in den meisten Ländern Europas mit den Themen Fürstenhaus, Skifahrer, Briefmarken, Steuerflucht.

 

Wie haben ehemalige Botschafter die Liechtenstein-Kenntnisse erlebt? Wie sind sie mit den Medien in den verschiedenen Ländern umgegangen? Diese Fragen gingen an die drei ehemaligen Botschafter Prinz Nikolaus von Liechtenstein, Claudia Fritsche und Norbert Frick, die an den wichtigsten Aussenposten Liechtenstein tätig waren – in der Schweiz, in Österreich, Amerika, bei internationalen Organisationen wie UNO, EFTA, EU, WTO. Bei ihren Statements bestätigten alle drei Botschafter die Ergebnisse der Meinungsumfragen, wonach im Ausland sehr wenig über Liechtenstein bekannt ist. Nicht nur bei der Bevölkerung, sondern teilweise auch bei offiziellen Vertretern der Staaten und nicht zuletzt bei den Medien. Allerdings beobachteten die Botschafter auch, wie in den letzten Jahren der Kenntnisstand bei den Medien zugenommen habe. Verantwortlich dafür ist laut Prinz Nikolaus der leichtere Zugang zu Informationen über Liechtenstein: Wer sich beispielsweise über Wikipedia informiere, könne kaum mehr viele Falschmeldungen in die Welt setzen.

 

Alle drei Botschafter berichteten auch, wie wichtig die persönlichen Kontakte zu Medien seien, die über Liechtenstein berichteten oder sich über Liechtenstein informieren wollten. Das schliesse zwar Falschmeldungen oder tendenziöse Titel nicht aus, wie Norbert Frick mit einem Beispiel illustrierte: Eine Zeitung habe noch vor kurzem den reisserischen Titel «Fürst Hans-Adam II. als letzter Diktator in Europa» gesetzt. Aber die guten Kontakte zu Medienschaffenden, die zu den Aufgaben der Botschafter im Ausland gehören, verhinderten zumeist solche Ausreisser. Im Umkehrschluss bedeutet dies, wie die Botschafter bestätigten, dass die Vertretungen Liechtensteins im Ausland – Botschaften und Konsulate – eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hätten.

(pd)

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