Aufgrund der hohen Durchimpfungsrate in Liechtenstein geht das Amt für Gesundheit davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung gering ist. (Symbolfoto: SSI)
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Liechtenstein|19.03.2019 (Aktualisiert am 19.03.19 20:01)

Masernfall im Kinderheim - Amt für Gesundheit eingeschaltet

SCHAAN/TRIESEN - Bei der Gruppe von Kindern, die sich gegenwärtig im Kinderheim Gamander aufhält, ist ein Masernfall aufgetreten. Das Amt für Gesundheit, das am Dienstag darüber informierte, klärt die Umstände und wird allfällig notwendige Massnahmen einleiten.

Aufgrund der hohen Durchimpfungsrate in Liechtenstein geht das Amt für Gesundheit davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung gering ist. (Symbolfoto: SSI)

SCHAAN/TRIESEN - Bei der Gruppe von Kindern, die sich gegenwärtig im Kinderheim Gamander aufhält, ist ein Masernfall aufgetreten. Das Amt für Gesundheit, das am Dienstag darüber informierte, klärt die Umstände und wird allfällig notwendige Massnahmen einleiten.

Masern sind eine durch das Masernvirus hervor­gerufene, höchst ansteckende Infek­tionskrankheit. (Foto: SSI)

Am Montagnachmittag sei das Amt für Gesundheit darüber informiert worden, dass ein Kind, das sich zurzeit im Kinderheim Gamander aufhält, an Masern erkrankt ist. Das Kinderheim, das unter der Leitung des Liechtensteinischen Roten Kreuzes steht, bietet Kindergruppen aus Kriegs- oder Krisengebieten einen jeweils rund einmonatigen Ferienaufenthalt an. Die Kinder werden jeweils von Betreuungspersonen aus ihrem Heimatland begleitet. Momentan ist eine Gruppe von 15 Kindern aus der Ukraine im Kinderheim in den Ferien.

Höchst ansteckende Krankheit

Masern sind eine durch das Masernvirus hervorgerufene, höchst ansteckende Infektionskrankheit. Es gibt eine wirkungsvolle Impfung dagegen, die in Liechtenstein und weltweit schon seit Jahrzehnten routinemässig verabreicht wird. Das Amt für Gesundheit überprüft nun den Impfstatus der Kinder, ihrer Betreuungspersonen und weiterer Kontaktpersonen.

"Die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung ist aufgrund der hohen Durchimpfungsrate in Liechtentein gering."

Amt für Gesundheit

Wer war am Freitag im Hallenbad Triesen?

Bisher sei bekannt, dass sich die Kinder am Freitag Nachmittag im Hallenbad Triesen aufgehalten haben. Über die Schule wird der Impfstatus der gleichzeitig anwesenden Schulkinder aus Triesen überprüft. Personen, die zwischen 14.30 und 18.30 Uhr im Hallenbad Triesen waren, sollen sich mit dem Amt für Gesundheit in Verbindung setzen (Tel. 236 73 46). Das Amt für Gesundheit wird auch ihren Impfstatus überprüfen und allfällig nötige Massnahmen persönlich besprechen. Aufgrund der hohen Durchimpfungsrate in Liechtenstein geht das Amt für Gesundheit davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung gering ist. Allenfalls müsste aber ein nicht geimpftes Kind isoliert werden.

Masern verursachen regelmässig Epidemien, so das Amt für Gesundheit. Jede erkrankte Person kann andere Personen anstecken und gefährdet so jene, die nicht immun sind. Nicht immun sind insbesondere Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, wie Säuglinge, Personen mit einem geschwächten Immunsystem und Schwangere. Mit der Masernimpfung schützt man sich und andere.

(red/pd)

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