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Die Titelseite des "Wildmandli" macht auf die aktuelle (zumindest vermeintliche) Stimmung im Land
Vermischtes
Liechtenstein|01.03.2019 (Aktualisiert am 01.03.19 17:29)

Der "Wildmandli" rechnet mit den Triesenbergern ab

TRIESENBERG - Fasnachtszeitungen gibt es nicht nur in den Tal-Gemeinden, sondern auch auf dem Triesenberg. Im Vergleich zu den anderen vier Ausgaben kennt der "Wildmandli" aber kein Pardon, wenn es um die eigenen Dorfbewohner geht. Von Ereignissen ausserhalb der Gemeindegrenze berichtet er somit nur spärlich. Unser Best-of aus Triesenberg.

Die Titelseite des "Wildmandli" macht auf die aktuelle (zumindest vermeintliche) Stimmung im Land

TRIESENBERG - Fasnachtszeitungen gibt es nicht nur in den Tal-Gemeinden, sondern auch auf dem Triesenberg. Im Vergleich zu den anderen vier Ausgaben kennt der "Wildmandli" aber kein Pardon, wenn es um die eigenen Dorfbewohner geht. Von Ereignissen ausserhalb der Gemeindegrenze berichtet er somit nur spärlich. Unser Best-of aus Triesenberg.

"300 Jahre NEIN … ist das neue JA" titelt der aktuelle Wildmandli. Damit schliessen sich auch die Triesenberger der Meinung der restlichen Fasnachtszeitungen an. Die Illustration auf der Titelseite zeigt die gescheiterten Abstimmungen der vergangenen zwei Jahre, wobei die Hängebrücke, die Kletterhalle, die Tour de Ski, das BGZ sowie das Windkraftwerk in Balzers aufgeführt werden. Doch auch die Spaltung der DU findet Erwähnung: So zeigt ein Foto zwei DpL-Abgeordnete "top motiviert" bei der Arbeit (siehe Foto).

Ein Blick in den Landtag. (Scre­enshot: "Volksblatt")

Doch der Wildmandli kümmert sich weniger um die Taten und Werke der Politiker, sondern mehr um deren Privatleben. So soll der Landtagsabgeordnete Wendelin Lampert um seine Katze getrauert haben, da diese angeblich überfahren worden sei. Seine Frau hatte nämlich den toten Stubentiger gefunden und ihn nach Hause gebracht. Wenig später jedoch entdeckte Lampert auf der Terrasse den totgesagten "Joshi" und es handelte sich dabei nicht um eine Täuschung - er war kerngesund.

A: "Miar seid dr Alkohol nüd meh!" B: "Mit äm Alkohol han i no nia gredt!"

Zitat aus dem "Wildmandli"

Mühe auf dem Weg nach Hause

Eines ist gewiss: Der "Wildmandli" hat Augen und Ohren bei den eigenen Bürgern. Bereits auf den ersten paar Seiten zeichnet sich ab, dass die "Bärger" wohl besondere Mühe damit haben, am Wochenende den Weg nach Hause zu finden. So habe sich zum Beispiel "Joe" an Silvester mit dem Bus auf den Weg von Malbun nach Triesenberg begeben, wachte jedoch erst in Vaduz wieder auf. Er nahm den nächsten Bus nach Triesenberg, verschlief und erwachte erst in Malbun. Beim dritten Anlauf klappte es dann. Nach Hause kommen wollte auch "Dr Schriner". Zwar habe ihm seine Freundin versprochen, ihn vom Ausgang abzuholen, aber als sie nach drei oder vier Versuchen noch immer nicht ans Telefon ging, nahm er sich ein Taxi. Zu Hause angekommen, habe er dann seine Freundin beschuldigt, leere Versprechungen zu machen. Was er aber nicht wusste: Er hatte jeweils die LGT-Geschäftsnummer seiner Freundin gewählt und das um 3 Uhr morgens.

Andere Sorgen hatte Beck-Chauffeur Werner: Am Morgen nach einer durchzechten Nacht suchte er in diversen Beck-Garagen verzweifelt sein Auto. Seine Kollegen konnten ihn jedoch schnell wieder beruhigen, da sie mitbekommen hatten, wie er am Vorabend selbst mit dem Auto nach Hause gefahren war.

Ein Reporter erwähnt während eines Fussballspiels den englischen Torschützenkönig Harry Kane. Eine Triesenbergerin: "Heissd äna würgli Hurricane?"

Zitat aus dem "Wildmandli"

Alles für den Beruf

Laut dem "Wildmandli" habe sich Kriminalpolizei-Chef "Schandy Ädler" sogar während seiner Weihnachtsferien Zeit für seinen Beruf genommen. Als er mit seinem Sohn das Kindertheater im Malbuner K-Bum besuchte und sich das Stück "Räuber Hotzenplotz" ansah, verlangte er an der Kasse eine Quittung, sodass er in Vaduz dann belegen konnte, dass er an einer Weiterbildung teilgenommen hatte. Ähnlich ernst nahm auch "Hag-Toni" seine Arbeit: Sein Elternhaus wurde gerade renoviert. So beauftragte er den "Schreiner Felix", die Türen in seinem Elternhaus einzustellen. Dieser wiederum übergab die Aufgabe einem weiteren Arbeiter, "Camenisch". Als "Camenisch" dann berichtete, die Türen seien doch alle richtig eingestellt, staunte Felix nicht schlecht. Zumindest so lange, bis er herausfand, dass "Camenisch" im Nachbarhaus des eigentlichen Gebäudes stand.

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Ein bild­licher Vor­geschmack, was die Leserin­nen und Leser des "Wildmandli" erwarten wird. (Scre­enshots: "Volksblatt")
(mw)

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