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Umsteigen aufs Fahrrad: Um möglichst klimaschonend zu leben, hat Familie Pinzler-Wessel einiges verändert.(Foto: Sandra Hermannsen)
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Liechtenstein|18.01.2019

Vier fürs Klima: Der Versuch einer Familie, ihr Leben zu ändern

SCHAAN - Die Frage des umweltbewussten Lebens in Zeiten des Klimawandels beschäftigt viele. Die Familie Pinzler-Wessel wollte es aber genau wissen und hat versucht, ihren CO2-Ausstoss so weit wie möglich zu reduzieren.

Umsteigen aufs Fahrrad: Um möglichst klimaschonend zu leben, hat Familie Pinzler-Wessel einiges verändert.(Foto: Sandra Hermannsen)

SCHAAN - Die Frage des umweltbewussten Lebens in Zeiten des Klimawandels beschäftigt viele. Die Familie Pinzler-Wessel wollte es aber genau wissen und hat versucht, ihren CO2-Ausstoss so weit wie möglich zu reduzieren.

«Volksblatt»: Herr Wessel, welches waren die Beweggründe für das Familien-Experiment?

Günther Wessel: Auslöser war, ein Schulprojekt unserer Tochter, das zur Aufgabe hatte, unseren Co2-Wert zu ermitteln. Das führte dazu, dass wir festgestellt haben: Wir sind eigentlich nicht viel besser als die Anderen. Zwar etwas besser im CO2-Verbrauch als der bundesdeutsche Durchschnitt, aber eben doch schlechter als wir gedacht haben. Wir fühlten uns immer als die Guten, weil unser Lebensstil durchaus bedacht war. In der Familienrunde wurde dann häufig über das Thema diskutiert und schliesslich war es mein Sohn, der es genau wissen wollte. Unser Ziel war es also, unsere Klimabilanz möglichst zu verbessern, ohne aber gleich aus der Gesellschaft auszusteigen. Das war die Bedingung. Wir wollten ein einigermassen normales Leben führen.

Wie würden Sie Ihren Lebensstil, Ihr Konsumverhalten vor dem Experiment bezeichnen?

Relativ durchschnittlich, würde ich sagen. Wir haben dann und wann im Bioladen eingekauft, aber auch anderswo. Wir haben uns fleischreduziert ernährt und sind wahrscheinlich durchschnittlich oft mit dem Auto gefahren.

Was haben Sie in diesem Jahr des Experimentes umgestellt?

Wir überlegten, wo wir im Haushalt Energie sparen können. Wir haben uns einen Energieberater ins Haus geholt, der uns Tipps gab. Wir haben alle Lampen auf LED umgestellt, der Kühlschrank wurde von fünf auf sieben Grad hochgestellt, die Raumtemperatur im Haus hingegen etwas gesenkt. Ohne natürlich zu leiden, wir sitzen jetzt im Wohnzimmer bei freundlichen 20 Grad und nicht mehr bei 22 Grad. Ausserdem haben wir die Fenster neu abgedichtet. Natürlich haben wir auch über unsere Reisen nachgedacht. Die Fliegerei ist ein grosses Problem in Bezug auf den Co2-Ausstoss und wir haben uns deshalb entschlossen mit dem Auto in die Ferien zu fahren. Neben dem Verhalten haben wir auch unseren Konsum hinterfragt. So tauchte eine Alltagsfrage nach der nächsten auf. Mein Sohn isst im Jahr zirka tausend Äpfel. Der Rest der Familie isst nochmals tausend. Hier stellte sich die Frage, woher die Äpfel eigentlich kommen. Man beginnt zu recherchieren und stellt fest, dass die Herkunft der Äpfel gar keine so grosse Rolle spielt. Ob sie nun aus Mitteleuropa kommen und in grossen, klimatisierten Hallen gelagert werden, oder ob sie von Neuseeland mit dem Schiff transportiert werden macht keinen grossen Unterschied. Entscheiden ist aber, ob wir den Einkauf mit dem Auto oder mit dem Fahrrad bewältigen.

Ist es Ihnen leichtgefallen, ihre Gewohnheiten zu ändern?

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(sb)

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