Nach mehr als 200 Jahren ist er wieder zurück in Liechtenstein: Am 25. Dezember tappte im oberen Saminatal ein Wolf in eine Fotofalle. (Foto: IKR)
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Liechtenstein|09.01.2019 (Aktualisiert am 12.02.19 15:21)

Premiere nach 200 Jahren: Der Wolf ist zurück in Liechtenstein

VADUZ - Rückkehr Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrhunderten, zieht wieder ein Wolf durch liechtensteinischen Gebiet. Am 25. Dezember ist im oberen Saminatal bei Steg ein Raubtier in eine Fotofalle getappt. Ob das Tier sich hier niederlassen wird, ist allerdings noch offen. Gefahr besteht zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht.

Nach mehr als 200 Jahren ist er wieder zurück in Liechtenstein: Am 25. Dezember tappte im oberen Saminatal ein Wolf in eine Fotofalle. (Foto: IKR)

VADUZ - Rückkehr Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahrhunderten, zieht wieder ein Wolf durch liechtensteinischen Gebiet. Am 25. Dezember ist im oberen Saminatal bei Steg ein Raubtier in eine Fotofalle getappt. Ob das Tier sich hier niederlassen wird, ist allerdings noch offen. Gefahr besteht zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht.

Zwischen Weihnachten und Neujahr wurde im oberen Saminatal, nördlich von Steg, ein gerissenes Rotwild entdeckt. Daraufhin begutachtete ein liechtensteinischer Wildhüter die Situation, entnahm dem Kadaver Material für DNA-Proben und wertete die Wildtierkameras der näheren Umgebung aus, die in erster Linie die Luchse überwachen. Und tatsächlich ist am 25. Dezember ein Tier in die Fotofalle getappt. Das Besondere dabei: Es handelte sich um einen Wolf. Wie Cathérine Frick, vom Amt für Umwelt (AU) gegenüber dem «Volksblatt» erklärt, sei das Foto als klarer Nachweis zu verstehen.

Somit streift zum ersten Mal seit mehr als 200 Jahren wieder ein Wolf durch liechtensteinisches Territorium. Denn die letzte Erwähnung eines solchen Tiers in Liechtenstein, findet sich in einem Brief aus dem Jahre 1812 wieder. «Der letzte Hinweis stammt ebenfalls aus dem Saminatal», schildert Frick und fährt fort: «Aus den historischen Dokumenten lässt sich nachvollziehen, dass die Wölfe schon damals grössere, grenzüberschreitende Streifgebiete genutzt haben.» Zum jetzigen Zeitpunkt sei also noch nicht klar, ob sich der Wolf längerfristig in liechtensteinischem Gebiet aufhalten wird, da sein Revier fast doppelt so gross wie die gesamte Fläche des Landes sein kann. Hinzu kommt laut Frick, dass niemand genau wisse, ob das Tier inzwischen schon wieder weitergezogen ist. Gesichtet hat das Raubtier bislang nämlich noch niemand, denn von einer Sichtung spreche man erst, wenn ein Mensch das entsprechende Lebewesen beobachtet hat.

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(mw)

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