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In der kalten Jahreszeit sorgt ein Zusammenspiel von Holzheizungen und Wettermodellen zu einer durchschnittlich höheren Feinstaubbelastung. (Symbolfoto: SSI)
Vermischtes
Liechtenstein|04.01.2019

Winter sorgt jeweils für eine höhere Feinstaubkonzentration

VADUZ - Im Winter sorgen besonders Holzfeuerungen für einen erhöhten Feinstaubgehalt. Hinzu kommen Wettermodelle, die eine Schadstoffkonzentration begünstigen. Das Amt für Umwelt rät deshalb, die Emissionen beim Heizen mit Holz so gering wie nur möglich zu halten.

In der kalten Jahreszeit sorgt ein Zusammenspiel von Holzheizungen und Wettermodellen zu einer durchschnittlich höheren Feinstaubbelastung. (Symbolfoto: SSI)

VADUZ - Im Winter sorgen besonders Holzfeuerungen für einen erhöhten Feinstaubgehalt. Hinzu kommen Wettermodelle, die eine Schadstoffkonzentration begünstigen. Das Amt für Umwelt rät deshalb, die Emissionen beim Heizen mit Holz so gering wie nur möglich zu halten.

Besonders zum Jahreswechsel entflammen immer wieder Diskussionen zum Thema Feuerwerk. Eine erst kürzlich gestartete Online-Umfrage auf der Facebook-Seite «Stammtisch Liechtenstein» zeigt, dass sich mehr als drei Viertel aller Teilnehmer inzwischen gegen Feuerwerk aussprechen. Wenn man den ökologischen Aspekt beachtet, ist die Ansicht der Mehrheit begrüssenswert, denn wie die Statistik zeigt, ist die Feinstaubkonzentration in der Silvesternacht bei Weitem grösser als an anderen Tagen. Das bestätigt auch Andreas Gstöhl, vom Amt für Umwelt (AU), auf «Volksblatt»-Anfrage: «Das Feuerwerk an Silvester ist an der Messstation Vaduz gut erkennbar. Besonders von Mitternacht bis zu den frühen Morgenstunden waren die Feinstaubwerte erhöht.»

Die Belastung sei aber jeweils von mehreren Faktoren, wie zum Beispiel dem Standort oder der Windrichtung abhängig. Somit kann laut Gstöhl keine einheitliche Statistik für Liechtenstein erstellt werden, sondern nur für den jeweiligen Standort der Messung. Grundsätzlich sei die Feinstaubkonzentration im Winter höher als in anderen Jahreszeiten: «Neben den ‹klassischen› Quellen wie beispielsweise Verbrennungsmotoren, kommen im Winter die Holzfeuerungen hinzu», erklärt Andreas Gstöhl. Auch die Wetterlage kann zu einer erhöhten Belastung führen. Besonders in der kalten Jahreszeit kommt es öfters einmal zu einer Inversionslage. Inversion kann laut Gstöhl ganz einfach erklärt werden: «Oben blau, unten grau.» Wenn es im Tal kälter ist als in der Höhe, herrscht unten im sogenannten «Kaltluftsee» eine weitaus höhere Feinstaubbelastung als sonst. Eine Besserung der Lage sei erst in Sicht, wenn wieder Wind aufkommt und die Luftschichten durchmischt.

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(mw)

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