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Liechtenstein|23.11.2018 (Aktualisiert am 23.11.18 08:57)

Klimaszenarien: Was wäre wenn?

VADUZ - Die dritte Auflage der kürzlich veröffentlichten Studie «Klimaszenarien für die Schweiz» von Forschenden von Meteo­Schweiz, der ETH Zürich und vom Oeschger-Zentrum der Universität Bern lässt aufhorchen – auch hier in Liechtenstein.

(Archivfotos: MZ)

VADUZ - Die dritte Auflage der kürzlich veröffentlichten Studie «Klimaszenarien für die Schweiz» von Forschenden von Meteo­Schweiz, der ETH Zürich und vom Oeschger-Zentrum der Universität Bern lässt aufhorchen – auch hier in Liechtenstein.

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Fast erscheint es so, als ob in der Diskussion um die Klimaveränderungen und die möglichen gravierenden Folgen für künftige Generationen so etwas wie Ruhe oder Ernüchterung einkehrt ist. Doch dazu besteht kein Anlass, wie die kürzlich veröffentlichte Studie «Klimaszenarien für die Schweiz» zeigt (das «Volksblatt» berichtete am 14. November). Denn das dort gezeichnete Bild ist alles andere als beruhigend: Trockene Sommer, heftige Niederschläge, mehr Hitzetage und schneearme Winter seien absehbare Folgen eines ungebremsten Klimawandels für die Schweiz. Und Liechtenstein liegt bekanntlich nicht weit entfernt. Seit Jahren wird diskutiert: Forscher präsentieren immer neue Daten, Klimawandelskeptiker sind sich ihrer Sache mindestens genauso sicher und die nur allzu grosse Masse vertritt den Standpunkt, dass man selbst ohnehin nichts ändern könne.

Vergangener Sommer als Weckruf

Und genau das ist der springende Punkt: Was, wenn der Klimawandel tatsächlich ungebremst voranschreiten würde? Bis zu 4,5 Grad könnte es in diesem Fall wohl im Sommer in der Schweiz – und dann auch bei uns – wärmer werden. Kern der Studie sind zwar vor allem die Auswirkungen, falls der Klimaschutz greifen würde; doch auch dies sind bereits Szenarien, die aus heutiger Sicht beängstigend erscheinen. Kein Zweifel: Global betrachtet wurde in den vergangenen Jahren viel erreicht – wie zum Beispiel im Bereich der erneuerbaren Energien. Doch die Frage wird sein, ob die bisherigen Anstrengungen ausreichen und ob internationale Zusagen eingehalten werden. Und wenn nicht? Unter dieser Annahme hat das «Volksblatt» eine Vielzahl von Entscheidungsträgern in Bereichen befragt, die vermutlich besonders von möglichen Folgen betroffen sein würden. Deren Reaktionen fielen unerwartet deutlich und umfangreich aus. Dass der Klimawandel auch hierzulande längst spürbar ist, bezweifelt niemand. Was auf uns zukommen kann, könnte bereits der vergangene Sommer veranschaulicht haben. «Wie viel Zeit wollen wir noch verstreichen lassen?», fragt Heike Summer vom Amt für Umwelt in einem Gastkommentar und hält uns gnadenlos den Spiegel vor. Andere haben die Hoffnung auf einen Wandel offenbar bereits aufgegeben. Hierzu sei ein radikales Umdenken der Konsumgesellschaft nötig. «Ich hoffe wir werden die schlimmsten prognostizierten Veränderungen noch verhindern können, bin in diesem Punkt aber leider pessimistisch», meint der
Schaaner Förster Gerhard Konrad.

(hf)

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