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Liechtenstein|13.11.2018 (Aktualisiert am 13.11.18 11:27)

Freispruch dank Armbruch

VADUZ - Ein 30-Jährige sass gestern als mutmassliche Beteiligte eines Einbruchdiebstahls in eine Nendler Tankstelle vor dem Landrichter. Der Richter sprach sie jedoch nach einer kurzen Verhandlung im Zweifel frei.

(Foto: Paul Trummer)

VADUZ - Ein 30-Jährige sass gestern als mutmassliche Beteiligte eines Einbruchdiebstahls in eine Nendler Tankstelle vor dem Landrichter. Der Richter sprach sie jedoch nach einer kurzen Verhandlung im Zweifel frei.

Die junge Frau, die als Pantomime in der Region unterwegs war, soll am 14. August 2016, gegen 18 Uhr,  eine Tankstellenverkäuferin aus dem Laden gelockt haben, damit ein unbekannter Komplize die Kasse mit 3900 Euro ausräumen konnte. Die Verkäuferin hatte sie kurz nach der Tat bei einer Gegenüberstellung identifiziert.

Bei der Verhandlung am Dienstag kamen jedoch ernsthafte Zweifel auf: So sprach die Frau an der Tankstelle Englisch und Italienisch und trug sommerliche Kleidung, die Angeklagte sei jedoch beiden Sprachen nicht mächtig. Ausserdem erhielt sie am selben Tag im Landesspital Feldkirch einen Gips bis zum Oberarm – nach eigenen Angaben bereits mittags. Die Zeugin war sich jedoch sicher, dass die Frau die sie ablenkte keinen Gips trug. Auch von einem weiteren Kunden, der laut Zeugin zum Zeitpunkt des Zwischenfalles vorgefahren sei, fehlt im Ermittlungsprotokoll jede Spur. Dabei sei er laut Verkäuferin sogar vernommen worden, und sie hatte ihn auch in Verdacht.

Schlussendlich blieb dem Richter nichts Anderes übrig, als die Angeklagte freizusprechen. Nicht da er ihr glaube, sondern weil begründete Zweifel bestehen würden, unterstrich er und warnte sie gleichzeitig davor, dass sie nun aktenkundig sei und jetzt eine DNA-Probe vorliege.

(sa)

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