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Der anhaltenden Trockenheit wird nun mit Hydrantenwasser begegnet. (Foto: Michael Zanghellini)
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Liechtenstein|14.08.2018 (Aktualisiert am 14.08.18 10:26)

Landwirte dürfen aus Hydranten Wasser beziehen

VADUZ - Wie das Amt für Umwelt am Dienstag mitteilte, stellen die Liechtensteiner Wasserwerke aufgrund der extremen Trockenheit im Rahmen ihrer Möglichkeiten der Landwirtschaft Trinkwasser zur Bewässerung zur Verfügung.

Der anhaltenden Trockenheit wird nun mit Hydrantenwasser begegnet. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Wie das Amt für Umwelt am Dienstag mitteilte, stellen die Liechtensteiner Wasserwerke aufgrund der extremen Trockenheit im Rahmen ihrer Möglichkeiten der Landwirtschaft Trinkwasser zur Bewässerung zur Verfügung.

Die Periode Februar bis Juli war dieses Jahr hinsichtlich deren Trockenheit einzigartig, schreibt das Amt für Umwelt (AU): noch nie hat es während dieser Periode in Liechtenstein so wenig geregnet. Auch die Fliessgewässer würden immer weniger Wasser führen und die Wasserentnahme aus Gewässern zur Bewässerung werde zunehmend kritischer (Restwasser).

Merkblatt zur Verwendung von Hydrantenwasser

Vor diesem Hintergrund hat das Amt für Umwelt in Zusammenarbeit mit den Liechtensteiner Wasserwerken und dem Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen (ALKVW) geprüft, unter welchen Voraussetzungen Trinkwasser zur Bewässerung landwirtschaftlicher Kulturen verwendet werden kann. "Es hat sich gezeigt, dass die derzeitigen Trinkwasserreserven ausreichen, um einen gewissen Teil des Bewässerungsbedarfs mit Trinkwasser abzudecken", schreibt das AU. Die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für den Bezug von Bewässerungswasser aus Hydranten wurden in einem Merkblatt zusammengefasst und den Landwirten zugestellt. "Aufgrund der ausserordentlichen Situation in diesem Sommer, danke ich den Wasserwerken für die kurzfristigen Abklärungen und für das Bereitstellen der verfügbaren Reserven zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Kulturen", so AU-Leiter Helmut Kindle.

Morgens und abends

Damit ein verantwortungsvoller Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser gewährleistet bleibt, ist es wichtig, zur richtigen Zeit die richtige Menge zu bewässern. Ist der Boden zu trocken, kann er das Wasser nicht aufnehmen; wird zu viel "beregnet", bestehe die Gefahr, dass Nährstoffe ausgewaschen werden. Zwischen 11 bis 17 Uhr soll aufgrund der höheren Verdunstung grundsätzlich nicht bewässert werden.

(red/pd)

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