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Liechtenstein|13.07.2018 (Aktualisiert am 13.07.18 11:21)

Mit Pistole, Cannabis und «Reichsbürgerausweis» im Gepäck

VADUZ - Ein 22-jähriger Deutscher und sein Vater mussten sich am Donnerstag vor dem Landrichter verantworten. Die Anschuldigungen: Verstösse gegen das Waffengesetz.

«Ich gehöre nicht den Reichsbürgern an», versicherte der 22-jährige Deutsche am Dienstag vor Gericht, hatte er sich doch mit 18 Jahren einen «Reichsbürgerausweis» im Internet bestellt. Damals im Studium sei ihm die Reichsbürgerbewegung noch logisch erschienen, so seine Begründung. Mit der «Europäischen Aktion» – deren Informationsbroschüren er besass – habe er ebenfalls nichts am Hut: «Ich habe ausländische Freunde, das sind für mich ganz normale Menschen», betonte der junge Mann. Dies war aber auch nicht der Grund, weshalb er sich vor Gericht zu verantworten hatte.
Es war eine Polizeikontrolle an einer deutschen Autobahnraststätte, die nun vor dem liechtensteinischen Landgericht endete. Der 22-jährige wurde im Oktober 2017 bekifft, mit 77 Gramm Cannabis und einer Waffe im Gepäck angehalten. Der Verdacht auf Drogenhandel und Verstösse gegen das Waffengesetz alleine hätte schon genügt, eine Hausdurchsuchung an seinem Wohnort in Liechtenstein anzuordnen. Dass bei ihm eben jener «Reichsbürgerausweis» gefunden wurde, unterstrich dies noch zusätzlich. Als die Landespolizei Anfang November dann bei dem jungen Deutschen in Liechtenstein vorstellig wurde, fanden sie – neben den Schusswaffen seines Vaters – ein Winchester-Gewehr und ein weiteres Gewehr vor, für die der Sohn jedoch eine Bewilligung vorweisen konnte. Dass die Winchester offen in der Küche herumlag, brachte ihm – neben Drogenkonsum und -besitz und dem Ausführen einer Waffe ohne Trageerlaubnis – auch noch eine Anzeige wegen unsachgemässer Lagerung ein.

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(sa)

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