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Liechtenstein|29.06.2018 (Aktualisiert am 29.06.18 09:22)

Familie ist ein Gemeinschaftsprojekt

BALZERS - Erziehung und Familie sind eine partnerschaftliche Angelegenheit und so luden Infra und der Verein für Männerfragen erstmals gemeinsam mit dem Haus Gutenberg zu einer Veranstaltung. Das Thema: Partnerschaftliche Rollenteilung.

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Margret Bürgis­ser, Soziologin, referiert zur partner­schaft­lichen Rollenteilung. (Fotos: Nils Vollmar)

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist auch heute nicht immer ein leichtes Unterfangen. Während Politik und Unternehmen damit beschäftigt sind, Frauen ins Berufsleben zu bringen, sind die Bemühungen, Väter ein Familienleben zu ermöglichen, nicht selten bescheiden. Dabei würden sich gerade junge Eltern Kindererziehung, Haushalt und Beruf nur allzu gerne teilen. Dies betonten 40 Prozent der jungen Schweizer und auch in Liechtenstein würde gerne der Grossteil der Eltern das erste Lebensjahr des Kindes zu Hause verbringen. Dies weiss auch die Soziologin Margret Bürgisser, die sich seit Jahrzehnten mit Gleichstellungen, Rollenteilung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschäftigt. Ihr Schwerpunkt: Partnerschaftliche Rollenteilung. Über 20 Jahre – seit 1994 hat Bürgisser 28 Schweizer Paare begleitet, bei denen beide Partner in Teilzeit berufstätig sind und sich Hausarbeit und Erziehung der Kinder gleichwertig teilen. Die Befragungen nach 10 und 20 Jahren haben dabei interessante Erkenntnisse ergeben, die sie gestern mit den Gästen Haus Gutenbergs teilte.

Stabile Partnerschaften

Was Bürgisser bei ihren Befra­gungen präsentierte, waren zufriedene und stabile Paare und dies obwohl
die partnerschaftliche Rollenteilung ein grosses Verhandlungs- und Konfliktgeschick erfordert, da die Rollen und Aufgaben auch fliessend neu verhandelt werden müssen – beispielsweise bei der Hausarbeit. Die meisten Paare – auch geschiedene – gaben laut Bürgisser an, dass sie das Modell wieder wählen würden. Und nicht nur das: Drei Viertel der Kinder, die partnerschaftliche erzogen wurden, wollen sich die Erziehung und Hausarbeit ebenfalls teilen. Sie fühlten sich laut Befragung durch das Erziehungsmodell privilegiert und konnten gute Beziehungen zu den Eltern aufbauen.

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(sa)

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