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Liechtenstein|21.02.2018

Häusliche Gewalt: Immer öfter herrscht auch Not beim Mann

SCHAAN - Noch immer sind vor allem Frauen von häuslicher Gewalt betroffen. In den vergangenen Jahren trifft die Landespolizei bei Einsätzen aber auch vermehrt auf männliche Opfer. Die Dunkelziffer liegt wohl höher.

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SCHAAN - Noch immer sind vor allem Frauen von häuslicher Gewalt betroffen. In den vergangenen Jahren trifft die Landespolizei bei Einsätzen aber auch vermehrt auf männliche Opfer. Die Dunkelziffer liegt wohl höher.

Ist ein Mann, der von seiner Frau geschlagen wird, kein «richtiger» Mann? Nein, natürlich nicht. Trotzdem schweigen viele Betroffene lieber, anstatt sich Hilfe zu suchen. «Gründe, sich dagegen nicht zu wehren, liegen in der Erziehung von Männern, wonach körperliche Gegenwehr gegen Schwächere verpönt ist, und nicht zuletzt auch in der Befürchtung, dann – anstelle der schlagenden Frau – als Täter wahrgenommen und behandelt zu werden», erklärt Hansjörg Frick, Präsident des Vereins für Männerfragen (VfM) auf «Volksblatt»-Anfrage.

«Gründe, sich nicht zu wehren, liegen in der Erziehung von Männern (...) und nicht zuletzt in der Befürchtung, dann anstelle der schlagenden Frau als Täter
wahrgenommen zu werden.»

Hansjörg Frick, Präsident des Vereins für Männerfragen

Doch es gibt sie, die männlichen Opfer von häuslicher Gewalt, wie auch der Menschenrechtsbericht 2017 zeigt. Demnach stösst die Landespolizei bei Interventionen zwar – deutlich – häufiger auf Frauen, die von Gewalt in der Familie oder Partnerschaft leiden. So rückte sie 2016 19 Mal wegen häuslicher Gewalt aus, wobei 21 gewaltbetroffene Frauen gezählt wurden. Immerhin acht Opfer waren jedoch männlich.

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