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Gugger freuen sich, weil ihre Musik im Vordergrund steht. Wagenbauer fühlen sich in ihrer Freiheit beschnitten. (Foto: Zanghellini)
Fasnacht
Liechtenstein|18.01.2018 (Aktualisiert am 27.02.18 01:31)

Fasnachtsumzug: Wagenbauer müssen sich das Lachen aufschminken

SCHAAN - Das neue Regelblatt fünf regionaler Fasnachtsumzüge trieb die Stimmung vieler Wagenbauer in den Keller. Richtig warm werden sie damit bis heute nicht, während Gugger frohlocken. Jetzt steht die Bewährungsprobe ins Haus.

Gugger freuen sich, weil ihre Musik im Vordergrund steht. Wagenbauer fühlen sich in ihrer Freiheit beschnitten. (Foto: Zanghellini)

SCHAAN - Das neue Regelblatt fünf regionaler Fasnachtsumzüge trieb die Stimmung vieler Wagenbauer in den Keller. Richtig warm werden sie damit bis heute nicht, während Gugger frohlocken. Jetzt steht die Bewährungsprobe ins Haus.

Kritik hagelte es vor allem, weil die Themenwagen an den Umzügen in Schaan, Vaduz, Gams, Oberriet und Wartau heuer auf Aussenbeschallungen verzichten müssen. «Die musikalische Unterhaltung der Umzugsbesucher ist Aufgabe der Guggenmusiken», heisst es im «Regionalen Regel-Blatt der Fasnachtsumzüge 2018» unmissverständlich.

Zwei Absagen

Bei den Wagenbauern stiess die Regelung aber auf wenig Verständnis. In manch einer Gruppierung wurde eine Teilnahme unter diesen Bedingungen gar in Frage gestellt.

Ganz so schlimm ist es nun aber doch nicht gekommen. In Vaduz und in Wartau hat jeweils eine Wagenbaugruppe explizit wegen der neuen Regelung abgesagt. Die Veranstalter aus Oberriet waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. In Schaan wird auf die natürliche Fluktuation der Teilnehmenden hingewiesen. Inwiefern sich Nicht-Teilnahmen in der Regeländerung gründen, sei nicht bekannt.

Kritik habe es aber durchaus gegeben: «Im direkten Gespräch mit den Gruppen zeigten die meisten jedoch Verständnis», sagt der Zunftmeister der Narrenzunft Schaan, Jonas Grubenmann. Dies deckt sich auch mit den Erfahrungen der anderen Veranstalter. «Ein Verein hat sich entschieden, dieses Jahr ohne Wagen – also als Fussgruppe – teilzunehmen», berichtet zudem Peter Hardegger, vom Rettungscorps Gams, das den dortigen Umzug organisiert.

Ein Kontrolleur auf der Umzugsstrecke

Im Glück wähnen sich die Guggamusiken, denn sie sind offenbar die Hauptleidtragenden, wenn ein Umzugswagen die Musik aufdreht. Zwar sind zu laute Wagen gemäss Aurel Huber, Präsident der Vaduzer Törmleguger, eher eine «Ausnahmeerscheinung», aber durchaus störend. «Insbesondere dann, wenn die Gugga den Wagen im Rücken hat», erklärt Huber. Dann nämlich können die Gugger den Abstand zum Wagen kaum vergrössern.

Die Missachtung der Regeln kann zum Ausschluss von allen fünf Umzügen führen.

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(ds)

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