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Liechtenstein|04.09.2017 (Aktualisiert am 13.06.18 16:43)

LKV: Kein Platz für zwei Krankenhäuser

VADUZ - Mit der Eröffnung der Medicnova in Bendern ist für das Landesspital eine völlig neue Marktsituation entstanden. Ein Nebeneinander ist laut Liechtensteinischem Krankenkassenverband (LKV) nicht möglich. Es gebe hierzulande einfach zu wenig stationäre Fälle und Patienten für zwei Spitäler mit breitem Grundversorgungsauftrag.

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VADUZ - Mit der Eröffnung der Medicnova in Bendern ist für das Landesspital eine völlig neue Marktsituation entstanden. Ein Nebeneinander ist laut Liechtensteinischem Krankenkassenverband (LKV) nicht möglich. Es gebe hierzulande einfach zu wenig stationäre Fälle und Patienten für zwei Spitäler mit breitem Grundversorgungsauftrag.

Diese Ansicht streicht der LKV in einem Schreiben heraus, das - rechtzeitig vor der Thematisierung des Nachtragskredits für das Landesspital im Landtag - auf den Tischen der Landtagsfraktionen landet. Er nutzt damit die Chance vor der anstehenden Landtagsdebatte noch einmal seine Sicht der Situation darzulegen. Der Verband hütet sich dabei davor, Forderungen zu stellen oder sich auf eine Seite zu schlagen. 

Eines ist für ihn jedoch klar: Die aktuelle Konkurrenzsituation führe unweigerlich zu einer Kosten- und Mengenausweitung und somit zu einer Mehrbelastung der Prämien- und Steuerzahler.  "Das Risiko ist sehr gross, dass am Ende beide Spitäler ökonomisch nicht überleben werden", warnt der Krankenkassenverband.

Eine Kostenfrage

Das Liechtensteinische Landesspital (LLS) werde immer Geld kosten, stellt der LKV auch in Hinblick auf den Nachtragskredit klar. Denn wie alle staatlich finanzierten Krankenhäuser decke es auch Dienstleistungen ab, die nicht kostendeckend angeboten werden können. Dies sei die Funktion eines staatlichen Krankenhauses.

Der Verband erteilt aber auch der Nischenstrategie für das LLS – beispielsweise mit Fokus auf Palliativmedizin – eine Absage. Auch wenn es zum Leistungsauftrag gehöre, dürfe man laut LKV das Landesspital jetzt aber nicht solche Nischen drängen, die die Medicnova nicht abdecke. Dies sei zum Scheitern verurteilt und führe nur zu einer Kostenexplosion, denn es gebe Gründe wieso diese von vielen Spitälern nicht angeboten würden: «Sie sind unrentabel». In einem staatlich hoch regulierten und mitfinanzierten System wie dem Gesundheitswesen dürfe man aber nicht zulassen, dass Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden, mahnt der LKV in dieser Hinsicht.


Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Dienstag (05.09.2017).

(red)

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