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Die Alpenregionen werden in den kommenden 80 Jahren immer mehr mit Schneemangel zu kämpfen haben. (Symbolfoto: Shutterstock)
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Liechtenstein|21.02.2017 (Aktualisiert am 21.02.17 13:17)

Wenn der Winter nicht mehr naht: CIPRA zeigt mögliche Wege auf

SCHAAN - Der Klimawandel trifft den Wintertourismus hart. Im Rahmen des «alpMonitors» zeigt die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA Ansätze für das Überleben von Alpengemeinden bei dauerhaft ausbleibendem Schnee.

Die Alpenregionen werden in den kommenden 80 Jahren immer mehr mit Schneemangel zu kämpfen haben. (Symbolfoto: Shutterstock)

SCHAAN - Der Klimawandel trifft den Wintertourismus hart. Im Rahmen des «alpMonitors» zeigt die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA Ansätze für das Überleben von Alpengemeinden bei dauerhaft ausbleibendem Schnee.

Der Schnee schwindet. Nicht nur mit dem nahenden Frühling, sondern auch in den Wintermonaten macht sich das Ausdünnen der Schneedecke immer mehr bemerkbar. Bis Ende des 21. Jahrhunderts wird der Schnee in den Alpen durch den Klimawandel bis zu 70 Prozent abnehmen, prognostizieren Forschende des Institutes für Schnee- und Lawinenforschung an der ETH Lausanne. Das würde bedeuten, dass nur noch Skigebiete über 2500 Meter über dem Meeresspiegel genügend Naturschnee für Wintersport hätten. Am härtesten träfe es die Lagen unter 1200 Meter. Doch auch oberhalb von 3000 Meter läge das Minus noch bei 40 Prozent. Zudem würden die Saisons immer kürzer. Für das Skigebiet Malbun (ca. 1600 Meter) würde dies wohl das Aus bedeuten.
Jetzt mag das Ende des Jahrhunderts zwar noch fast ein ganzes Leben entfernt sein, doch müssen die Schritte zur Eindämmung der Auswirkungen eben schon heute gesetzt werden. «Die Schneedecke in den Alpen wird ohnehin abnehmen, aber unsere Emissionen bestimmen, um wie viel», betont Studienleiter Christoph Marty in einer Aussendung zur Studie. Liesse sich die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzen – wie es das Pariser Klimaabkommen vorsieht – läge der Rückgang laut Studie nur bei rund 30 Prozent. Doch selbst dann heisst es für den Wintertourismus in den Alpen: umdenken. Ein Ansatz den auch die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA in ihrem Positionspapier «Sonnenwende im Wintertourismus» zum diesjährigen UNO-Jahr des nachhaltigen Tourismus verfolgt. Dieser sei auf vernetzte, langfristige und zukunftsfähige Massnahmen zugunsten eines nachhaltigen Winter- oder Ganzjahrestourismus auszurichten, schrieb CIPRA Anfang Februar.


Neue und ausgetretene Pfade


Wie die Weiterentwicklung des Alpentourismus mit geringeren Schneefallmengen aussehen könnte, zeigt CIPRA nun mit dem neuen Handlungsfeld «Tourismus» im Rahmen des «alpMonitors». Mit «Wintertourismus – Eine Destination gestaltet den Wandel» erstellte CIPRA eine interaktive Präsentation, die drei mögliche Wege und deren Folgen anhand einer fiktiven Alpengemeinde anschaulich macht.

Die Präsentation finden Interessierte hier.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Dienstag (xx.xx.xxxx) und in der Onlineausgabe.

(alb)

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