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Liechtenstein|27.04.2018 (Aktualisiert am 13.06.18 16:06)

Geringere Kosten, weniger Personal: LLS setzt auf ambulante Behandlungen

VADUZ - Das Liechtensteinische Landesspital (LLS) will sich fit für die Zukunft machen. Die Spitalleitung lanciert das Projekt «FUTURA». Prozesse, Strukturen und räumliche Zuteilungen im Landesspital sollen optimiert werde. Damit bereite sich das Landesspital auf die bevorstehende Verschiebung von stationären zu ambulanten Behandlungen vor. Gleichzeitig reagiere es auf den Patientenrückgang. Dies bedeute auch, dass im stationären Bereich weniger Personal nötig werde.

(Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Das Liechtensteinische Landesspital (LLS) will sich fit für die Zukunft machen. Die Spitalleitung lanciert das Projekt «FUTURA». Prozesse, Strukturen und räumliche Zuteilungen im Landesspital sollen optimiert werde. Damit bereite sich das Landesspital auf die bevorstehende Verschiebung von stationären zu ambulanten Behandlungen vor. Gleichzeitig reagiere es auf den Patientenrückgang. Dies bedeute auch, dass im stationären Bereich weniger Personal nötig werde.

«Wir werden mit geringeren Kosten und weniger Personal dem Patienten die gleiche Qualität bieten können», sagt Spitaldirektorin Sandra Copeland. «Das LLS wird damit die medizinische Grundversorgung Liechtensteins langfristig
sicherstellen.» In absehbarer Zeit werde auch in Liechtenstein eine Liste verbindlich, die festlegt, welche Eingriffe aus Kostengründen nur noch ambulant durchgeführt werden. Damit verstärke sich der Trend weg von stationären Behandlungen hin zu ambulanten. Das bedeute für das Landesspital, dass es weniger Betten für Patienten brauchen werde. Gleichzeitig muss die ambulante Versorgung ausgebaut werden. Die spitalinternen Prozesse laut Copeland müssen dahingehend angepasst werden. Die Patientenzahlen im stationären Bereich sinken im LLS seit 2016 deutlich. Waren es 2016 noch 2184 Hospitalisierungen, lag die Zahl im letzten Jahr bei 1582. Der Rückgang im stationären Bereich wird zukünftig noch akzentuiert durch allgemeine Trends im Gesundheitswesen.

Vereinzelt Entlassungen möglich

«Als direkte Folge daraus braucht es im stationären Bereich weniger Personal», sagt Sandra Copeland. «Dank Verschiebungen in den ambulanten Bereich und natürlicher Abgänge wird ein Stellenabbau minimiert.» Vereinzelt können laut Copeland Entlassungen nicht ausgeschlossen werden. Die Belegschaft und die Personalvertretung seien informiert.

«FUTURA» umfasse folgende Bereiche:

  • Alle Prozesse würden kritisch durchleuchtet und wo nötig optimiert. Im Fokus
    stünden die Bedürfnisse der Patienten und die Trends im Gesundheitswesen.
  • Die Patienten der Abteilungen Medizin und Chirurgie seien heute auf verschiedenen
    Stockwerken untergebracht. Das LLS lege die Abteilungen zusammen. Das schaffe Synergien.
  • Durch die Zusammenlegung werde ein Stockwerk weitgehend frei für den Ausbau
    der ambulanten Angebote.
  • Mit der Restrukturierung können laut LLS Kosten reduziert werden.
(pd/red)

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