Auf den Gampriner Matthias Kaiser wartet beim zweiten Saisonrennen im italienischen Imola eine neue Strecke. (Foto: ZVG)
Sport
Liechtenstein|12.05.2022 (Aktualisiert am 12.05.22 12:25)

Bereit für die Pre­miere in Imola: Matt­hias Kaiser will Gas geben

LE CASTELLET - Matthias Kaiser lancierte die Saison in der European Le Mans Series (ELMS) in Le Castellet. Dabei realisierte der Gampriner in der Topklasse LMP2 mit Rang neun einen Top-10-Platz. Die zweite Station ist am Sonntag Imola (ITA). Auf der für ihn neuen Strecke will er mit seinen Fahrerkollegen Thomas Lurent und Ugo de Wilde noch weiter vorne mitmischen.

Auf den Gampriner Matthias Kaiser wartet beim zweiten Saisonrennen im italienischen Imola eine neue Strecke. (Foto: ZVG)

LE CASTELLET - Matthias Kaiser lancierte die Saison in der European Le Mans Series (ELMS) in Le Castellet. Dabei realisierte der Gampriner in der Topklasse LMP2 mit Rang neun einen Top-10-Platz. Die zweite Station ist am Sonntag Imola (ITA). Auf der für ihn neuen Strecke will er mit seinen Fahrerkollegen Thomas Lurent und Ugo de Wilde noch weiter vorne mitmischen.

Matthias Kaiser startet heuer erneut in der European Le Mans Series, diesmal aber in der LMP2-Kategorie (Pro Kategorie) und damit in der Topklasse. Die neue Herausforderung nimmt Kaiser mit einem neuen Team in Angriff: Mühlner Motorsport. Aber nicht nur das Team ist neu, Kaiser hat auch zwei neue Fahrerkollegen. Dies sind der 23-jährige Franzose Thomas Lurent und der 19-jährige Belgier Ugo de Wilde. «Wir sehen in diesen drei Fahrern viel Potenzial und wir werden in der für uns neuen Rennklasse versuchen, mit diesem Trio möglichst viele Punkte zu sammeln», sagte Bernhard Mühlner, der Leiter von Mühlner Motorsport, im Vorfeld der Saison. Neben dem neuen Team und Fahrerkollegen muss sich der Gampriner auch auf den schnelleren Boliden, einen Oreca 07 LMP2, einstellen. Gleiches gilt in Sachen Reifen. Statt wie bisher Michelin- werden in dieser Saison Goodyear-Reifen aufgezogen.

Der Saisonauftakt erfolgte Mitte April in Le Castellet (FRA) und für Matthias Kaiser und Co. gab es dabei den neunten Platz. «Insgesamt war es für uns als Rookie-Team auf jeden Fall ein solider Saisonauftakt. Natürlich möchte man als Rennfahrer immer ganz vorne mitfahren. Aber letztendlich haben wir gegenüber den anderen Teams deutlich weniger Erfahrungen mit diesem LMP2-Boliden und müssen noch eine Lernkurve durchlaufen», so der Gampriner. «Wir konnten in Le Castellet aber ein sauberes und fehlerfreies Rennen absolvieren – lediglich bei der Pace müssen wir uns noch etwas verbessern.» Und hier lag in den letzten Wochen auch ganz klar der Hauptfokus des Teams. «Wir haben die in Frankreich gewonnenen Daten analysiert und versuchen nun, daraus möglichst viel zu lernen und das in Imola umzusetzen.»

Viele Runden am Simulator

Stichwort Imola: Im Gegensatz zu Le Castellet ist Imola keine so bekannte Teststrecke und war in den letzten Jahren nicht Teil des ELMS-Rennkalenders. «Damit dürfte der Vorteil einiger Teams, die schon länger in dieser Klasse unterwegs sind, also etwas kleiner sein», weiss Kaiser, für den Imola Neuland ist. «Ich bin hier bisher noch nie gefahren, habe allerdings schon unglaublich viele Runden am Simulator absolviert. Das hilft mir sicher.» Da die Strecke in Italien relativ schmal ist, bietet sie auch wenig Möglichkeiten zu überholen.

Das wird bei 42 startenden Autos den Rennverlauf sicher beeinflussen. «Es sind ja drei Klassen gemeinsam auf der Strecke. Für uns mit den schnellsten Boliden wird das sicher spannend», führt der Liechtensteiner Motorsportler aus. «Entscheidend wird aber auch sein, dass wir die vier Stunden fehlerfrei absolvieren.» Grundsätzlich sei das Ziel in Imola für das ganze Team, einen Schritt nach vorne zu machen und idealerweise einen Top-8-Platz oder ein noch besseres Resultat zu erzielen. «Für mich persönlich wäre ein Top-5-Resultat super», hat sich Kaiser doch einiges vorgenommen. «Aber natürlich schläft die Konkurrenz auch nicht.»

Rennen am Sonntag

Ob Matthias Kaiser wie in Le Castellet den Start übernimmt, oder diesmal Thomas Lurent, der die meiste Erfahrung mit dem LMP2-Geschoss hat, ist noch offen. Das wird relativ kurzfristig entschieden und wird auch vom Qualifying abhängen.
Nach der gestrigen Anreise nach Italien stehen heute zwei Trainings-Sessions auf dem Programm. Morgen folgt das offizielle erste freie Training und am Samstagmorgen das zweite sowie am Nachmittag das Qualifying. Das Rennen in Imola wird am Sonntag um 11.30 Uhr gestartet.

(rob)

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