Vorgänger Muntwiler (l.) und Nachfolger Wieser (r.). (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|02.07.2019

Wieser wird der neue Muntwiler

VADUZ - Unmittelbar vor dem letzten Heimspiel der Saison 2018/19 gegen Genf kam raus, dass Philipp Muntwiler (32) den FC Vaduz verlässt. Der langjährige Kapitän verliess das gerade noch nicht gesunkene Schiff. Beim FCV war aber schnell klar, wer sein Nachfolger werden soll: Sandro Wieser (26).

Vorgänger Muntwiler (l.) und Nachfolger Wieser (r.). (Foto: MZ)

VADUZ - Unmittelbar vor dem letzten Heimspiel der Saison 2018/19 gegen Genf kam raus, dass Philipp Muntwiler (32) den FC Vaduz verlässt. Der langjährige Kapitän verliess das gerade noch nicht gesunkene Schiff. Beim FCV war aber schnell klar, wer sein Nachfolger werden soll: Sandro Wieser (26).

Beim Auftakttraining der neuen Saison vor rund zwei Wochen bestätigte FCV-Trainer Mario Frick (44) noch einmal die Personalie. «Der Abgang von Muntwiler wird intern gelöst und Sandro Wieser diese Position übernehmen. Wenn er fit ist, ist Sandro ein überragender Spieler. Das wird schon bis zum Ligastart», so Frick über seinen ehemaligen Nationalmannschaftskollegen. Und Wieser könnte Muntwiler gleich doppelt beerben. Denn schon letzte Saison war er sein Stellvertreter als Spielführer, könnte die Rolle ebenfalls vom Neu-Wiler übernehmen.

Sandro Wieser spielt wieder im Mittelfeld. (Foto: MZ)

Nach seinem Bänderriss im linken Knöchel, den er sich Anfang Mai im Training zuzog und deswegen die letzten vier Saisonspiele verpasste, ist für Wieser aber erst einmal wichtig, wieder 100-prozentig fit zu sein. «Ich fühle mich gut, der Fuss wird immer besser», ist er zuversichtlich, dass er schon nächste Woche beim Europa-League-Hinspiel in Island topfit ist. «Auch die Schmerzen bei Schüssen oder langen Bällen, die ich noch bei der Nationalmannschaft im Juni hatte, sind weg.»

Umgewöhnen auf «neue» Position

Und die Fitness ist für den Vaduzer wichtig. Denn er tritt in grosse Fussstapfen, die Muntwiler rund ums Rheinpark-Stadion hinterlassen hat. Eine Sache, die Wieser gerne annimmt. «Jetzt geht es darum, dass ich mich wieder an die neue Position gewöhne. Schliesslich habe ich ein Jahr lang Innenverteidiger gespielt», erklärt der 51-fache Nationalspieler (2 Tore). «Ich weiss, dass ich auf der 6er-Position gut spielen kann. Das habe ich in meiner Zeit in Thun bewiesen, als ich eine sehr gute Saison im defensiven Mittelfeld spielte. Jetzt gilt es, die Automatismen wieder kennenzulernen.»

Wieser weiss aber, dass es auch noch ein bisschen dauern kann, bis er sich wieder umgewöhnt hat. Das defensive Mittelfeld ist jedoch seine Stammposition, somit sollte die Umgewöhnungsphase nicht allzu lange dauern. «Ich muss das Spiel wieder viel mehr öffnen, hatte letzte Saison als Innenverteidiger alles vor mir. Nun muss ich auch wieder nach hinten schauen. Aber diese Dinge werde ich schnell wieder drin haben. Ich weiss ja, dass ich diese Position gut spielen kann.»

Beim Test gegen Kriens (0:4) konnte man noch keine grossen Schlüsse ziehen. Wieser begann im Mittelfeld neben Nati-Kollege Aron Sele. Allerdings war ihm, wie auch seinen Mannschaftskameraden, die harte Trainingswoche und die hohen Temperaturen anzumerken. Viel lief nicht zusammen, allerdings kassierte der FCV in der ersten Hälfte mit Wieser auch keinen Gegentreffer.

Was Sandro Wieser über die neue Saison denkt und wann die Europa-League-Spiele stattfinden, lesen Sie in der Mittwochsausgabe des "Volksblatt".

(jts)

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