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Mathias Eggenberger zeigte bei der Swiss Challenge auf Golf Sempachersee über vier Tage eine solide Leistung, klassierte sich als zweitbester Schweizer auf Rang 50. (Foto: Emanuel Stotzer/Swiss Challenge)
Sport
Liechtenstein|10.06.2019 (Aktualisiert am 10.06.19 15:27)

Eggenberger mit solidem Spiel zufrieden, aber es liegt mehr drin

HILDISRIEDEN -  Mathias Eggenberger zieht nach der Swiss Challenge auf Golf Sempachersee in Hildisrieden ein positives Fazit: «Ich habe die ganze Woche solide gespielt und kann für die kommenden Turniere viel Positives mitnehmen», sagt der liechtensteinisch-schweizerische Doppelbürger. Der 27-Jährige zeigte Kampfgeist und Nervenstärke, und klassierte sich schliesslich als zweitbester Schweizer auf Rang 50. Form und Selbstvertrauen sind da.

Mathias Eggenberger zeigte bei der Swiss Challenge auf Golf Sempachersee über vier Tage eine solide Leistung, klassierte sich als zweitbester Schweizer auf Rang 50. (Foto: Emanuel Stotzer/Swiss Challenge)

HILDISRIEDEN -  Mathias Eggenberger zieht nach der Swiss Challenge auf Golf Sempachersee in Hildisrieden ein positives Fazit: «Ich habe die ganze Woche solide gespielt und kann für die kommenden Turniere viel Positives mitnehmen», sagt der liechtensteinisch-schweizerische Doppelbürger. Der 27-Jährige zeigte Kampfgeist und Nervenstärke, und klassierte sich schliesslich als zweitbester Schweizer auf Rang 50. Form und Selbstvertrauen sind da.

Der für den GC Bad Ragaz spielende Mathias Eggenberger war einer von nur drei Schweizern (18 waren angetreten), die bei der zur Challenge Tour zählenden Swiss Challenge auf Golf Sempachersee den Cut schafften und am Pfingstwochenende nochmals zwei Runden spielen durften. Der in Schaan lebende liechtensteinisch-schweizerische Doppelbürger spielte in allen vier Runden äusserst solide und ausgeglichen, wie auch sein Score von 70, 70, 72 und 73 Schlägen (bei Par 71) beweist. Diese konstante Leistung ist denn auch mit ein Grund für das positive Fazit Eggenbergers: «Die Woche war für mich positiv – ich habe solide gespielt, aber zu wenig Birdies gemacht. Aber es ist einfach so, wenn man auf dem Woodside Course des Golf Sempachersee das Grün auf der falschen Seite verfehlt, wird e s schwierig.»

Der Entscheid, in der Woche vor Pfingsten sein Heimturnier auf der Challenge Tour zu spielen und auf den Flug zum Alps-Tour-Event nach Guadeloupe zu verzichten, hat sich als richtig erwiesen. Obwohl Eggenberger diese Saison vorwiegend auf der Alps Tour unterwegs ist und über deren Order of Merit den Aufstieg auf die Challenge Tour anstrebt, trauert er den verpassten Alps-Tour-Punkten nicht nach. Sportlich und mental ist das Resultat der Swiss Challenge wertvoller: «Auf dieser Tour wieder einmal den Cut geschafft zu haben, ist sicher positiv. Auch wenn ich mir am Wochenende mehr erhofft respektive auch erwartet hätte, da ich die ganze Woche solide gespielt habe.»

Bei der Swiss Challenge konnte Eggenberger auf die professionellen Caddie-Dienste seines schottischen Studienkollegen Henry Tomlinson zählen. Zudem hatten sowohl Stuart Morgan, Performance Manager von Swiss PGA und Swiss Golf, sowie Eggenbergers persönlicher Schwung-Coach Roberto Francioni ein Auge auf das Spiel ihres Schützlings. Auch aus diesem Blickwinkel betrachtet brachte das Heimturnier sicher einen Mehrwert, da Eggenberger vom Feedback dieser beiden Vertrauensleute profitieren kann. «Wie gesagt, ich werde viel Gutes aus dieser Woche mitnehmen und darauf aufbauen. Dann kommt es in den nächsten Wochen und Monaten gut», gab sich der Tour Professional nach Beendigung des Turniers zuversichtlich. Denn er hat erneut die Bestätigung erhalten, dass er auch auf dieser Tour vorne mitspielen kann bzw. könnte, wenn das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite wäre.

Verflixte Schlusslöcher

Jammern und verpassten Chancen nachtrauern ist nicht Mathias Eggenbergers Art. Als Zuschauer hatte man am Wochenende bei der Swiss Challenge dennoch ein wenig den Eindruck, dass dem 27-Jährigen das Pech an den Fersen klebte. Zumindest am Schlussloch. So absolvierte der Schaaner in Runde 3 das vorletzte Loch, ein eher kurzes Par 5, zum ersten Mal in dieser Turnierwoche in den erhofften vier Schlägen (Birdie) und kam «eins unter für den Tag» auf die letzte Tee-Box. Der Drive gelang nach Wunsch, der Approach geriet indes drei Meter zu lang, der Ball blieb im Bunker hinter dem Grün an der hinteren Kante liegen – ein «Spiegelei». Eggenberger brachte den Ball aus dieser Lage nicht an der kurz gesteckten Fahne zum Liegen, ein Drei-Putt folgte und damit das unschöne Doppelbogey zum Schluss.

Auch in der Finalrunde meinte es die 18 nicht gut mit dem Schaaner. Wieder ein perfekter Drive und ein Wedge ins Grün, doch dieses Mal traf der Ball den Flaggenstock und rollte zurück bis ins Vorgrün – Eggenberger puttete mit einem Fairway-Holz, es reichte aber «nur» fürs Par. Der Professional und die ihn begleitenden Fans (sie waren zahlreich aus dem Fürstentum in die Innerschweiz gereist) mussten bei kühlen Temperaturen und Nieselregen bis zum vorletzten Loch warten, bis der Schaaner auf der 7, der längsten Bahn des Parcours, endlich das erste und vielbejubelte Birdie spielte. Auf dem Schlussloch missriet Eggenberger der Abschlag gründlich: «Der einzige schlechte Schlag heute.» Der Ball landete rechts vor dem Grün im hohen Gras, das als Penalty Area gekennzeichnet ist. Es roch nach Doppelbogey – auch noch, als Eggenberger den Ball überraschend gut (und weit) aus dem dicken Rough gespielt hatte. Nun wartete ein Putt über die ganze Grünbreit und eine Welle. Prompt liess Eggenberger den Putt etwas zu kurz und musste schliesslich einen 3-Meter-Putt zum Bogey lochen. «Dieser letzte gute Putt war wichtig, um nicht zwei Runden in Serie mit einem Doppelbogey zu beenden.» So aber fliegt der 27-Jährige nun am Pfingstmontag voller Selbstvertrauen nach Italien – wissend, dass er auch auf einem der schwierigsten Challenge-Tour-Plätze bestehen kann. «Sempachersee gehört nicht zu den längsten Plätzen auf dieser Tour, aber das Rough ist wirklich, wirklich dick und zäh. Und die Fahnenpositionen am Wochenende hatten es in sich – wenn man den Landepunkt auf dem Grün um zwei Meter verpasste, konnte man ganz schön in Schwierigkeiten kommen.» (pd)

Schlussklassement der Swiss Challenge

Hildisrieden LU. 10. Swiss Challenge/europäische Challenge Tour (185000 Euro/Par 71). Schlussklassement: 1. Ricardo Santos (POR) 269 (65/68/71/65). 2. Moritz Lampert (GER) 270 (66/68/71/65) und Richard Bland (ENG) 270 (69/65/70/66). 4. Mathieu Fenasse (FRA) 271 (67/68/69/67). 5. Ben Stow (ENG), Oliver Farr (WAL) und Christofer Blomstrand (SWE) je 272. 8. u.a. Julien Quesne (FRA) 273. - Ferner die Schweizer: 25. Benjamin Rusch 280 (68/71/70/71). 50. Mathias Eggenberger 285 (70/70/72/73). 56. Marco Iten 287 (65/73/77/72). - Cut (141 Schläge) verpasst: 85. Joel Girrbach 144 (71/73) und Nicola Gerhardsen (Amateur) 144 (74/70). 97. Luca Galliano 145 (72/73) und Loic Ettlin (Amateur) 145 (77/68). 107. Raphael de Sousa 146 (67/79) und Perry Cohen 146 (75/71). 116. Yann Pfeiffer 147 (69/78), Philippe Weppernig 147 (71/76) und Cédric Gugler (Amateur) 147 (72/75). 124. Jeremy Freiburghaus 148 (73/75) und Alessandro Noseda (Amateur) 148 (72/76). 139. Marc Dobias 151 (73/78) und Fredrik Svanberg 151 (76/75). 148. Jean-Luc Burnier 156 (73/83). 155. Roberto Francioni 166 (85/81). - 156 klassiert.

(rb)

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