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Michele Polverino (r.) war nach der Niederlage in Armenien extrem enttäuscht. (Foto: RM)
Sport
Liechtenstein|09.06.2019

Polvos Abschiedstour startete mit einer Pleite

JEREWAN/RUGGELL - Für Kapitän Michele Polverino (34) begann mit dem Spiel der EM-Qualifikation in Armenien (0:3) die Abschiedstournee im Nationaltrikot. Ab Juli wird er Spielertrainer beim FC Balzers, wird noch bis November seine letzte Qualifikation für Liechtenstein spielen.

Michele Polverino (r.) war nach der Niederlage in Armenien extrem enttäuscht. (Foto: RM)

JEREWAN/RUGGELL - Für Kapitän Michele Polverino (34) begann mit dem Spiel der EM-Qualifikation in Armenien (0:3) die Abschiedstournee im Nationaltrikot. Ab Juli wird er Spielertrainer beim FC Balzers, wird noch bis November seine letzte Qualifikation für Liechtenstein spielen.

Noch bestätigt der langjährige Profi seinen Abschied noch nicht, doch durch die Zeilen kann man raushören, dass es für ihn nur noch fünf Spiele im Trikot mit der Krone gibt. „Im Moment beschäftige ich mich noch nicht damit. Es ist eine Option, dass nach der EM-Quali im Nationalteam Schluss ist. Aber das werde ich dann kurz vor dem letzten Spiel bekanntgeben“, grinste „Polvo“.

Liechtenstein war in Halbzeit 1 unter Dauerbeschuss. (Foto: RM)

Und der Schaaner denkt auf dem Platz auch schon wie ein Trainer. So auch bei der Niederlage in Armenien. „Natürlich denke ich da schon so. Ich habe von allen Trainern, die ich hatte, viel mitgenommen. Was könnte man taktisch verändern, wenn es nicht läuft – und das hast man auch auf dem Platz im Kopf. Aber das kommt dann alles ab Juli, wenn ich Trainer bin.“

Nach dem 0:3 in Armenien herrschte bei Polverino eine Mischung aus Enttäuschung und Ärger. Viel hatte man sich vorgenommen, zementierte die Niederlage aber mit einer grottenschlechten ersten Halbzeit. Die Mannschaft bekam nie Zugriff auf das Spiel, die Armenier machten mit der LFV-Truppe was sie wollten. „Wir hatten uns viel vorgenommen, hatten einen klaren Plan ab dem Anstoss. Wir wollten den Ball zurück zu Göppel spielen, der ihn dann lang nach vorne, wo wir dann die Chance auf den zweiten Ball hätten. Doch das ging von Beginn an schief. Und nach einer Minute stand es schon 0:1. Da war der ganze Plan schon über den Haufen geworfen“, erklärte Polverino. Und analysierte angefressen. „Wir sind dann immer einen Schritt zu spät gewesen, haben uns ganz leicht ausspielen lassen. Jeder hat Angst gehabt, den nächsten Fehler zu machen.“

Finnen mit breiter Brust

Was den Balzers-Kicker aber positiv stimmt, ist die Moral in der Mannschaft und die ordentliche zweite Hälfte in Jerewan. „Nach der Pause hatten wir drei, vier gute Möglichkeiten. Mit mehr Cleverness und Glück hätten wir das 2:1 machen können. Und dann wäre es ein ganz anderes Spiel geworden.“

Nun geht es am Dienstag in der EM-Qualifikation gegen Finnland. Und die Nordeuropäer kommen mit einer ganz breiten Brust nach Vaduz. Schliesslich gewannen sie gegen Gruppen-Mitfavorit Bosnien-Herzegowina mit 2:0, beide Tore vom Ex-Schalker Teemu Pukki, schoben sich auf Platz 2 der Gruppe J. „Da müssen wir von Anfang an parat sein, Zugriff auf den Gegner haben und dürfen uns nicht so leicht ausspielen lassen, wie in Armenien. Dann müssen sie erst mal gegen uns treffen. Das hört sich bei unserem Torverhältnis zwar blöd an, doch wenn wir kompakt spielen, haben viele Mannschaften Probleme gegen uns zu treffen.“

Dabei werden mit Daniel Kaufmann und Sandro Wieser auch zwei Defensivspieler in die Startelf zurückkehren. Kaufmann war in Armenien gesperrt, Wieser wurde wegen seines Bänderanriss im linken Knöchel noch geschont. Allerdings ist der Einsatz von Yanik Frick fraglich. Er hatte wieder Probleme mit seiner alten Knöchelverletzung, musste in Armenien in der Pause raus.

Alles zum Spiel können Sie im Liveticker auf www.volksblatt.li mitverfolgen.

Yanik Frick musste in Armenien zur Halbzeit raus. (Foto: RM)
(jts)

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