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Mario Frick versteht den Chiasso-Protest nicht. (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|07.05.2019 (Aktualisiert am 07.05.19 21:33)

FCV zittert um Sieg in Chiasso

VADUZ - Gross war die Erleichterung beim FCV nach dem 2:1-Auswärtssieg vergangenen Samstag in Chiasso. Endlich schien das Abstiegsgespenst aus Vaduz vertrieben zu sein. Doch jetzt zittert man am Rheinpark-Stadion wieder. Denn Chiasso hat Protest gegen die Spielwertung eingelegt.

Mario Frick versteht den Chiasso-Protest nicht. (Foto: MZ)

VADUZ - Gross war die Erleichterung beim FCV nach dem 2:1-Auswärtssieg vergangenen Samstag in Chiasso. Endlich schien das Abstiegsgespenst aus Vaduz vertrieben zu sein. Doch jetzt zittert man am Rheinpark-Stadion wieder. Denn Chiasso hat Protest gegen die Spielwertung eingelegt.

Grund: Auf der offiziellen Aufstellung wurde Jodel Dossou in der Startformation aufgeführt und nicht Boris Prokopic, der für Vaduz das Spiel begann. Deshalb ziehen die Tessiner den Fall jetzt vor das Schiedsgericht der Swiss Football League (SFL). Dort ging gestern offiziell der Protest von Chiasso ein.

Jodel Dossou stand in der Startelf-Aufstellung. (Foto: MZ)

«Der FC Chiasso, der das Spiel vom vergangenen Samstag gegen den FC Vaduz (1:2) unter Protest absolvierte, hat diesen nun fristgerecht gegenüber der Disziplinarkommission der Swiss Football League bestätigt. Die Tessiner sind der Auffassung, dass die Startaufstellung der Liechtensteiner nicht dem offiziellen Matchblatt entsprach. Boris Prokopic war ursprünglich als Ersatzspieler aufgeführt gewesen, stand dann aber in der Startelf. An seiner Stelle wechselte Jodel Dossou auf die Ersatzbank.» So heisst es auf der SFL-Seite. Bis zum definitiven Entscheid würden von Ligaseite auch keine weiteren Auskünfte erteilt.

Frick hat mulmiges Gefühl

Beim FCV sieht man dem Protest des Schlusslichts der Challenge League mehr oder weniger gelassen entgegen. Denn der «Fehler» in der Aufstellung wurde vor dem Spiel dem Schiedsrichter gemeldet und korrigiert. «Wir haben den Schiedsrichter vor dem Spiel informiert, dass Boris anstatt Jodel beginnt. Ich bin extra noch mal in die Schiri-Kabine gegangen und habe das korrigiert. Es war null Absicht dahinter, sondern es war einfach ein menschlicher Fehler. Daher sehen wir von unserer Seite auch kein Problem», so FCV-Cheftrainer Mario Frick (44) zu dem Protest der Tessiner.

Wundern über den Protest tut sich Frick allerdings nicht. «Das überrascht mich gar nicht. Es zeigt mir, dass sie keinen Glauben mehr an sich und ihre Stärke haben. Nicola Bignotti, der Sportchef von Chiasso, ist so ein Typ, der alle Mittel zum Vorteil seiner Mannschaft auszuschöpfen versucht. Dafür ist er bekannt», schüttelte Frick den Kopf. «Ich bin zuversichtlich, dass der Protest abgeschmettert wird. Aber – ein mulmiges Gefühl bleibt dennoch, bis die Entscheidung definitiv ist.»

Mehr über den FC Vaduz lesen Sie in der Mittwochsausgabe des «Volksblatt».

(jts)

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