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Bereit fürs Cupfinale (v.l.): FCV-Kapitän Philipp Muntwiler, FCV-Trainer Mario Frick, Spielertrainer Ruggell Vito Troisio und Kapitän des FCR Manuel Ritter. (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|01.05.2019 (Aktualisiert am 01.05.19 12:20)

Alles angerichtet für das Cupfinale

VADUZ - Die Rollen vor dem 74. Liechtensteiner Cupfinale (Mittwoch, 17 Uhr in Vaduz) sind klar verteilt. Der FC Vaduz, der bereits zum 25. Mal in Folge im Endspiel steht, ist gegen Zweitligist Ruggell der grosse Favorit. Die Herangehensweise an so ein Spiel bei den Teams könnte daher unterschiedlicher nicht sein. (mit Videos)

Bereit fürs Cupfinale (v.l.): FCV-Kapitän Philipp Muntwiler, FCV-Trainer Mario Frick, Spielertrainer Ruggell Vito Troisio und Kapitän des FCR Manuel Ritter. (Foto: MZ)

VADUZ - Die Rollen vor dem 74. Liechtensteiner Cupfinale (Mittwoch, 17 Uhr in Vaduz) sind klar verteilt. Der FC Vaduz, der bereits zum 25. Mal in Folge im Endspiel steht, ist gegen Zweitligist Ruggell der grosse Favorit. Die Herangehensweise an so ein Spiel bei den Teams könnte daher unterschiedlicher nicht sein. (mit Videos)

Es wäre wohl eine der grössten Überraschungen in der Geschichte des Liechtensteiner Cups, wenn der FC Vaduz am Mittwoch nicht seinen 47. Titel einfahren könnte. Der Cupsieg ist beim höchstspielenden Verein Liechtensteins Jahr für Jahr fix eingeplant. Es geht nicht nur um Prestige sondern auch um wichtige finanzielle Mittel, die dem Gewinner, mit der Berechtigung auf der europäischen Bühne aufzuspielen, winken.

Für den Finalgegner der Vaduzer, den FC Ruggell, ist das Endspiel dabei vor allem eines: Ein Saisonhighlight. Von einer Überraschung zu träumen ist dabei natürlich erlaubt, realistisch ist ein Sieg gegen die Residenzler aber nicht. Doch wie heisst es immer so schön: Der Cup hat seine eigenen Gesetze!

Ruggells Spielertrainer Vito Troisio über die Ausgangslage vor dem Cupfinale


FCV-Coach Mario Frick spricht darüber, wie man das wichtige Endspiel angehen will


Und hier noch etwas Statistik: Die Cupfinals mit Ergebnis seit 1946 (Quelle: LFV)

Die Ausgangslage ist also klar. Das wissen auch die Trainer Mario Frick (Vaduz) und Vito Troisio (Ruggell) sowie die Captains der beiden Teams, Philipp Muntwiler (FCV) und Manuel Ritter (Ruggell). Und vor allem Frick ist sich bewusst, dass so eine Partie gegen eine unterklassige Mannschaft schnell mal in die falsche Richtung laufen kann. "Wir haben uns sowohl im Viertelfinale gegen Balzers, wie auch im Halbfinale gegen den USV nicht mit Ruhm bekleckert. Aus diesem Grund werden wir alles daran setzen den Cupsieg zu holen."

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Die Trainer und Captains der beiden Teams gaben an der Pres­sekonferenz Auskunft. (Fotos: MZ)

Ein Sieg, der den Vaduzern, die zuletzt in der Meisterschaft die zwei wichtigen Spiele gegen Rapperswil und Schaffhausen verloren, auch Selbstvertrauen geben soll. "Wir sind uns bewusst, um was es geht. Dass wir fussballerisch besser sind ist kein Geheimnis. Ich glaube dass uns ein Sieg sicherlich auch in der Meisterschaft dann weiterhelfen kann", meinte Kapitän Muntwiler.


Kurz etwas Statistik - Cupsiege und Finalteilnahmen (Bestenliste)

  • FC Vaduz: 46 Cupsiege/60 Finalteilnahmen
  • FC Balzers: 11/26
  • FC Triesen: 8/18
  • USV Eschen/Mauren: 5:22
  • FC Schaan: 3/14
  • FC Ruggell: 0/7
  • FC Triesenberg: 0/1

FCR-Trainer Vito Troisio über die aktuelle Formschwäche des FCV


Auch Mario Frick hat eine Meinung dazu ...


Während der FC Vaduz seine Pflicht erfüllen muss, kann der FC Ruggell, der seit 2007 kein Endspiel mehr bestritt, befreit aufspielen. Sechs Mal standen die Unterländer bisher im Cupfinale - einen Sieg gab es dabei noch keinen. 2001 und 2007 ging es dabei gegen den FCV, und beide Male - einmal 0:8 und einmal 0:9 - war es eine relativ klare Angelegenheit.

Dass es aber gegen den "grossen" FC Vaduz aber auch mal knapper werden kann, zeigte das Viertelfinalduell in der Saison 2014/15. Mit Ach und Krach retteten sich die Residenzler in die Verlängerung, erzielten dann in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer. Ein Szenario, dass sich wohl so mancher FCR-Akteur wieder wünschen würde. "Klar wollen wir den FCV ärgern. Für uns ist das Cupfinale einfach ein riesiges Erlebnis - denn wann kann man schon mal gegen richtige Profis auflaufen", meint Spielertrainer Vito Troisio.

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Imp­res­sionen vom engen Viertelfinalduell aus dem Jahr 2014. (Fotos: MZ)

Er selbst ist für das Endspiel, das am Mittwoch um 17 Uhr in Vaduz angepfiffen wird, nach einer roten Karte im Halbfinale gesperrt. "Natürlich hätte ich gerne gespielt, aber ich kann das Spiel ja von der Trainerbank aus geniessen. Ich glaube für einen Spieler wäre eine solche Sperre schlimmer gewesen."

Einer dieser Spieler ist beispielsweise Kapitän Manuel Ritter. Für ihn ist es bereits das dritte Finalspiel, das erste allerdings für den FC Ruggell. (Zwei Mal stand er mit dem USV im Endspiel). Auch er sieht die Partie als Saisonhighlight, das man geniessen solle: "Das heisst aber nicht, dass wir uns einfach einen schönen Tag machen wollen. Wir nehmen die Sache definitiv ernst und wollen so lange wie möglich im Spiel bleiben."

Ruggell-Trainer Vito Troisio über das knappe scheitern vor fünf Jahren. Er spielte damals allerdings noch für den FC Schaan


Eine ähnlich knappe Angelegenheit erwartet sich Mario Frick dieses Mal nicht

Obwohl der FCV haushoher Favorit ist und Ruggell wohl nur ein Wunder den ersten Cupsieg der Vereinsgeschichte bescheren könnte, hat das Endspiel auch in diesem Jahr seinen Reiz. Gelingt es den Residenzlern nach den zuletzt schlechten Leistungen in der Meisterschaft, sich zu fokussieren und abzuliefern? Oder wächst der FC Ruggell, wie schon 2014 über sich hinaus und bringt die Elf von Trainer Mario Frick an den Rande einer Niederlage oder gar darüber hinaus?

Antworten auf diese Fragen werden die beiden Teams am Mittwoch ab 17 Uhr im Rheinpark-Stadion geben!

Letztes Jahr bezwang der FC Vaduz den FC Balzers im Endspiel mit 3:0. (Foto: MZ)
(mm)

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