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Vor dem letzten Kräftemessen in dieser Saison spricht Vieles dafür, dass es für Luca Bruggmann wie schon letztes Jahr den Vizemeistertitel gibt. (Foto: ZVG)
Sport
Liechtenstein|24.08.2018

Eine Ausnahmesaison, geplatze Titelträume und der faire Sportsmann

Auf Luca Bruggmann wartet an diesem Wochenende das letzte Rennen in der Schweizer Meis-terschaft. Dass der FL-Pilot Titelkonkurrent Auberson noch abfangen kann, ist theoretisch zwar noch möglich, realistisch ist es aber nicht – «er war dieses Jahr einfach besser als ich».

Vor dem letzten Kräftemessen in dieser Saison spricht Vieles dafür, dass es für Luca Bruggmann wie schon letztes Jahr den Vizemeistertitel gibt. (Foto: ZVG)

Auf Luca Bruggmann wartet an diesem Wochenende das letzte Rennen in der Schweizer Meis-terschaft. Dass der FL-Pilot Titelkonkurrent Auberson noch abfangen kann, ist theoretisch zwar noch möglich, realistisch ist es aber nicht – «er war dieses Jahr einfach besser als ich».

Es wäre wohl eine Sensation, wenn es Luca Bruggmann am Wochenende im Kanton Freiburg gelingen würde, die 46 Punkte Rückstand auf Killian Auberson wettzumachen, ihn in der Gesamtwertung zu überholen und sich letztlich zum Schweizer Meister in der Klasse MX2 zu küren. Denn läuft alles in gewohntem Rahmen ab, belegen die beiden wie in 13 der bisherigen 14 Rennen die Ränge 1 und 2, der Punkteabstand bleibt gleich, Auberson holt sich wie schon im letzten Jahr den Titel und Bruggmann darf sich ebenfalls wie im Vorjahr Schweizer Vizemeister nennen. Es ist der Realist, der zu diesem Schluss kommt, und es ist auch jene Einstellung, die Bruggmann selbst teilt.

«Dass Auberson zwei Mal null Punkte macht, ist fast ausgeschlossen, weshalb ich nicht wirklich mit der Erwartung, den Titel zu holen, ins Rennen gehe.»

Luca Bruggmann

3 Siege und 10 Mal auf Platz 2

Dass es nach den insgesamt 16 Rennen nun also wieder nicht für den Titelgewinn – es war das Ziel, das sich Bruggmann zu Beginn der Saison gesetzt hat – reicht, ist umso bitterer, wenn man einen Blick auf seine Resultate wirft. In den bisherigen 14 Rennen holte er 3 Laufsiege und stand daneben 10 Mal auf dem 2. Platz. Demgegenüber steht ein einziger Ausfall beim letzten Wettkampf in Broc.

Nach seinem Ausfall in Broc, mass sich Bruggmann zuletzt bei den EM-Rennen in Frauenfeld:

Es ist eine aussergewöhnliche Konstanz, die der 23-Jährige an den Tag legte. Allerdings gab es halt einen, der – ja es ist kaum zu glauben – noch besser Abschnitt. Immer dann, wenn Bruggmann mit Rang 2 Vorlieb nehmen musste, war es nämlich Auberson, der vom obersten Treppchen grüsste.

Auch wenn die Titelentscheidung noch nicht entgültig gefallen ist, zeigt sich Bruggmann schon vor dem letzten Kräftemessen als ganz fairer Sportsmann und zollt seinem Konkurrenten Respekt. «Das Ziel haben wir dieses Jahr leider wieder nicht erreicht. Man muss aber wirklich sagen, dass Auberson über die ganze Saison gesehen einfach besser war als ich», so die ehrlichen Worte. Klar schwinge in so einem Moment auch etwas Enttäuschung mit, allerdings eine nicht so grosse, wie vor einem Jahr.

Intensiv hat sich Luca Brug­gmann auf die Saison vorbereitet - nun ist sie bald mal zu Ende. (Foto: mm)

«Letzte Saison haben wir uns in jedem Rennen bis zum Schluss bekämpft, da war es schon bitter, als es am Ende nicht gereicht hat. Dieses Jahr war er schlicht und einfach besser als ich.»

Luca Bruggmann

Zwei Siege sollen her

«Ohne Druck und mit einem guten Gefühl», wie Bruggmann sagt, kann er nun also die beiden letzten Rennläufe dieser Saison in Mannens in Angriff nehmen. Ein gemütliches «um den Rundkurs tuckern» wird es bei «Bruggi» trotz vorzeitig begrabenen Titelambitionen aber nicht geben.

Auch wenn er seinem Konkurrenten den Platz ganz vorn überlassen musste, ist auch er zu schlagen, wie der Liechtensteiner Motocrosser bereits gezeigt hat. Wieso also das spannende Meisterschaftsduell nicht einfach mit zwei Laufsiegen ausklingen lassen?

Die Gesamtwertung im Überblick

Klasse MX2 (nach 7 von 8 Rennen)
1. Killian Auberson (Epautheyres, KTM) 341 Punkte. 2. Luca Bruggmann (Triesen, Yamaha) 295. 3. Franco Betschart (Wetzikon, Yamaha) 247. 4. Maurice Chanton (Luterbach, KTM) 208. 5. Steven Champal (Vernier, Yamaha) 172. 6. Robin Scheiben (Bürglen, Kawasaki) 153. 7. Alessandro Contessi (Taverne, Kawasaki) 153. 8. Loris Freidig (Sumiswald, Husqvarna) 136. 9. Flavio Wolf (Neudorf, Yamaha) 133. 10. Nico Jucker (Saland, KTM) 117.

(mm)

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