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Maximilian Göppel im Training mit der Nationalmannschaft. (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|05.10.2017 (Aktualisiert am 05.10.17 12:08)

Göppel: "Award war Balsam auf die Seele"

VADUZ - Die am Montag erhaltene «LFV-Auszeichnung» für seine gute, erste Saison im Profifussball kam für Maximilian Göppel einer kleinen Genugtuung gleich. Denn aktuell läuft es ihm nicht wunschgemäss – Beim FCV ist er nur noch Reservist.

Maximilian Göppel im Training mit der Nationalmannschaft. (Foto: MZ)

VADUZ - Die am Montag erhaltene «LFV-Auszeichnung» für seine gute, erste Saison im Profifussball kam für Maximilian Göppel einer kleinen Genugtuung gleich. Denn aktuell läuft es ihm nicht wunschgemäss – Beim FCV ist er nur noch Reservist.

Erst 90 Minuten hat Maximilian Göppel in der laufenden Saison für den FC Vaduz bestritten. Der 20-jährige Aussenverteidiger hat seit dem Abstieg in die Challenge League unter Trainer Roland Vrabec einen schweren Stand. Nach seiner guten Premierensaison im Profifussball, für die er am Montagabend mit der «LFV-Auszeichung» geehrt wurde, erlebt der Liechtensteiner Youngster jetzt erstmals schwierigere Zeiten. Doch «Maxi» gibt sich kämpferisch, will seinen Stammplatz zurückerobern.


«Volksblatt»: Maximilian Göppel, sprechen wir zuerst über jenen Moment am Montagabend, als Ihr Name auf der Bühne der LFV-Award-Veranstaltung aufgerufen wurde. Sie schienen anfänglich überrascht.
Maximilian Göppel: (Lacht) Ja, sehr überrascht. Ich wusste ja nichts davon und habe auch wirklich nicht damit gerechnet, dass ich an diesem Abend noch etwas absahnen würde. Aber es war natürlich ein sehr schöner Moment für mich.

Die Auszeichnung wird Ihnen sicherlich auch gut getan haben in der schwierigen Situation, in der Sie sich momentan beim FC Vaduz befinden?
Klar. Es ist schön, diese Wertschätzung zu erhalten. Das ist Balsam auf die Seele. So eine Anerkennung tut in solchen Situationen gut.

Wie beurteilen Sie persönlich Ihr Standing beim FCV?
Nun, die Situation bei Vaduz ist für mich momentan nicht zufriedenstellend. Natürlich wünsche ich mir viel mehr Spielzeit, vor allem auch, weil ich mich ja in der letzten Saison bewiesen habe. Und auch, weil ich mich in den Trainings voll reinhaue und auch dort meine Leistungen erbringe. Aber es bleibt mir jetzt nichts anderes übrig, als weiter Gas zu geben – und die Situation zu akzeptieren, obwohl es nicht einfach ist.

Nun folgt das Spiel gegen Israel, also jene Mannschaft, gegen die Sie im Vorjahr Ihr erstes Länderspieltor erzielt hatten. Es ist bis jetzt der einzige Liechtensteiner Treffer in der WM-Quali.
Wenn ich zurückschaue, auf dieses Spiel, auf dieses Tor, dann ist das natürlich immer noch ein schönes Gefühl. Doch mit der zweiten Partie gegen Israel hat das für mich nichts mehr zu tun. Die Israeli werden uns wohl nicht mehr so unterschätzen, wie sie das vor einem Jahr gemacht haben. Ich erwarte ganz ein anderes Spiel. Aber klar: Wir werden versuchen, auch in diesen 90 Minuten alles aus uns herauszuholen.

Welche Erkenntnisse können Sie aus jenem Spiel in Jerusalem mitnehmen?
Die Anfangsphase hatten wir klar verschlafen, wir waren viel zu passiv. In der zweiten Halbzeit hatte man dann aber gesehen, was möglich ist, wenn wir mit mehr Mut und Entschlossenheit auftreten. So können wir auch solch einen Gegner einmal verunsichern. Ich denke, das wird das Wichtigste sein morgen Freitag: Wir müssen bei eigenem Ballbesitz mutig spielen.

Sehen Sie die beiden letzten WM-Qualifikationsspiele auch als Chance – um sich selbst, den Fans und nicht zuletzt auch FCV-Trainer Roland Vrabec zu zeigen, dass man auf Sie setzen kann?
Für mich persönlich ist es sehr gut, hier im Nationalteam – hoffentlich – zwei Spiele über 90 Minuten absolvieren zu können. Auch, um wieder mehr in den Rhythmus zu kommen. In internationalen Spielen kann man sich immer zeigen – egal wem. Aber klar hoffe ich, dass es im Verlauf der Vorrunde wieder besser läuft für mich persönlich.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Donnerstag (05.10.2017).

(mp)

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