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Der Stellenwert von Franz Burgmeier im Team ist trotz Jokerrolle nach wie vor gross. (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|19.08.2017

Burgi über seine besondere Rolle und das "mögliche" Karriereende

VADUZ - Franz Burgmeier (35) hat beim FC Vaduz mittlerweile nur noch die Jokerrolle inne. Trotzdem beweist er immer wieder, wie wichtig er für das Team sein kann – auch neben dem Platz, wie Cheftrainer Roland Vrabec betont. «Burgi» will den Fussball weiter geniessen. Wie lange noch, lässt er offen.

Der Stellenwert von Franz Burgmeier im Team ist trotz Jokerrolle nach wie vor gross. (Foto: MZ)

VADUZ - Franz Burgmeier (35) hat beim FC Vaduz mittlerweile nur noch die Jokerrolle inne. Trotzdem beweist er immer wieder, wie wichtig er für das Team sein kann – auch neben dem Platz, wie Cheftrainer Roland Vrabec betont. «Burgi» will den Fussball weiter geniessen. Wie lange noch, lässt er offen.

Es läuft die 57. Minute des Heimspiels gegen Winterthur, als Franz Burgmeier aufseiten des FC Vaduz eingewechselt wird. Es ist erst sein zweiter Einsatz in der vier Spieltage alten Saison und bis zu diesem Zeipunkt hat er lediglich neun Liga-Minuten in den Beinen (beim 1:3 gegen Xamax). Und trotzdem: Burgmeier beweist schon eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung, weshalb man ihm immer noch den notwendigen Torriecher nachsagt. Er trifft im Fünfmeterraum aus dem Gewühl heraus zum 2:2 – und sichert dem FCV in einem enttäuschenden Spiel gegen Winterthur immerhin einen Punkt.

Stellenwert nach wie vor gross

«Ich bin froh, dass ich Burgi in der Mannschaft habe. Wenn er gebraucht wird, dann ist er da und hat die Nase, um das Tor zu machen», sagt der Vaduzer Cheftrainer Roland Vrabec. Und auch Burgmeier selbst freut sich über das kleine Ausrufezeichen, das er im Spiel gegen Winterthur gesetzt hat: «Ich konnte damit zeigen, dass ich der Mannschaft immer noch weiterhelfen kann, auch wenn ich von der Ersatzbank kam. Das war wichtig und hat natürlich auch gut getan.»

Die Anzahl Meisterschaftsspiele hat bei Burgmeier in den letzten Saisons kontinuierlich abgenommen. 32, 29, 18, 14. Mit zunehmendem Alter verkam der 107-fache Liechtensteiner Internationale vom Stammspieler zum Joker. Und trotzdem blieb der Stellenwert des mittlerweile 35-Jährigen in Vaduz weiter gross. Bis zur letzten Saison trug er noch die Kapitänsbinde, wurde dann aber im Frühling von Simone Grippo abgelöst. Und auch in der laufenden Spielzeit gehört er noch dem Mannschaftsrat an. Vrabec schenkt Burgmeier ganz bewusst dieses Vertrauen. Er spricht von einer «besonderen Rolle», die der Ur-Vaduzer innerhalb der Mannschaft einnehme: «Er bringt enorm viel Erfahrung aus seiner Karriere mit ein – und er ist auch wichtig für uns, weil er die Stimmung im Team hochhalten kann.»

Burgmeier kennt den FC Vaduz wie kein Zweiter in der Mannschaft. 249 Pflichtspiele hat er für die Residenzler schon bestritten und dabei 44 Tore erzielt. Neben Keeper und Kumpel Peter Jehle ist er die Liechtensteiner Identifikationsfigur. Auf solch einen erfahrenen Spieler will Vrabec nicht verzichten, wie der FCV-Trainer sagt. Nach dem Winterthur-Spiel hält dieser es auch für möglich, den Torschützen bald wieder für die Startelf zu berücksichtigen. Womöglich schon am Sonntag in Aarau (16 Uhr).

Wunsch: «Gesund aufhören»

Wie lange Franz Burgmeier auf Profiebene noch tätig sein wird, bleibt noch offen, wie er gestern gegenüber dem «Volksblatt» erklärte: «Natürlich macht man sich in diesem Alter Gedanken darüber, ich bin im nächsten Jahr 36 Jahre alt. Die Möglichkeit ist sicher da, dass ich mich in meiner letzten Saison befinde. In erster Linie ist es für mich aber wichtig, dass ich gesund und fit bin – dann schaue ich weiter.»

Definitiv entschieden hat sich der Familienvater noch nicht. Er betont, wie sehr er es sich wünschen würde, «gesund aufzuhören». Burgmeier sagt: «Solange ich fit bin, versuche ich, weiterzuspielen.» Ob das bis Ende Saison ist oder darüberhinaus, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Franz Burgmeier könnte in dieser Saison für den Aufstiegsaspiranten Vaduz in der Tat noch wichtig sein. Auf und neben dem Platz. Und auch weil etwa der endlich spielberechtigte Neuzugang Marko Devic seine Torjägerqualitäten in Vaduz erst unter Beweis stellen muss.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Samstag (19.08.2017).

(mp)

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