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Albion Avdijaj im Duell mit Nemanja Antonov. (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|06.05.2017

FCV mit Rückenwind, aber auch mit Fragezeichen

VADUZ - Der FCV hat sich mit dem Sieg in Lausanne im Abstiegskampf zurückgemeldet – unter Druck steht er aber nach wie vor. Zudem beschäftigen Roland Vrabec vor dem heutigen Spiel gegen GC die Fragen: Wer ersetzt Maurice Brunner? Und braucht es deswegen ein neues Spielsystem?

Albion Avdijaj im Duell mit Nemanja Antonov. (Foto: MZ)

VADUZ - Der FCV hat sich mit dem Sieg in Lausanne im Abstiegskampf zurückgemeldet – unter Druck steht er aber nach wie vor. Zudem beschäftigen Roland Vrabec vor dem heutigen Spiel gegen GC die Fragen: Wer ersetzt Maurice Brunner? Und braucht es deswegen ein neues Spielsystem?

Die Ausgangslage des FC Vaduz im Abstiegskampf gestaltet sich nach dem jüngsten 3:1-Erfolg bei Lausanne-Sport zwar offener, schwierig bleibt die Lage des Tabellenletzten aber immer noch. Vier Punkte Rückstand auf den rettenden neunten Platz ist nach wie vor viel. Deshalb steht das Team von Cheftrainer Roland Vrabec auch im heutigen Heimspiel gegen die Grasshoppers stark unter Zugzwang.

Brunners Ausfall ist «nicht zu kompensieren»

Vrabec sagt: «Wir müssen zusehen, dass wir an die guten Leistungen aus Basel (2:2) und Lausanne anknüpfen können.» Nur: Eine der treibenden Kräfte in beiden Partien war Maurice Brunner. Und ausgerechnet bei diesem wurde in den letzten Tagen eine Wirbelverletzung festgestellt. «Eine Fraktur des Quervorsatzes am dritten Lendenwirbel», klärt Trainer und Sportmediziner Vrabec auf. Zwar handle es sich nicht um eine «grosse Fraktur», gleichwohl ist die Verletzung derart schlimm, das Brunner wohl gar das vorzeitige Saisonende droht. Ausgerechnet jetzt, in der entscheidenden, wichtigsten Phase der Saison fehlt der Leistungsträger und vierfache Torschütze. «Dieser Ausfall wiegt schon sehr schwer», sagt auch Vrabec, «Maurice war sehr wichtig für uns. Es wird für uns nicht möglich sein, seine Schnelligkeit und seinen Zug zum Tor zu kompensieren.»
Der FCV-Trainer betont auch, man dürfe im Fall des 26-jährigen Mittelfeldspielers kein Risiko eingehen:  «Normalerweise dauert es vier bis sechs Wochen, bis diese Verletzung ausgeheilt ist. Ein Profifussballer schafft es vielleicht in zwei bis drei Wochen. Doch auch dann muss man immer noch extrem aufpassen.» Ob Brunner in dieser Spielzeit also noch einmal zurückkehre, «steht derzeit noch in den Sternen».

Ein möglicher Ersatz für Brunner könnte Gonzalo Zarate sein, wie Vrabec gestern durchblicken liess. Gleichzeitig setzt sich der Vaduzer Übungsleiter auch mit einem Systemwechsel auseinander. Beim zuletzt bewährten 4-1-4-1-System bleiben? Oder doch wieder mit zwei Stürmern agieren? «Das müssen wir uns genau überlegen. Auch eine Dreierkette ist eine Option.» Überhaupt werde die Taktik im Duell mit dem an sechster Stelle klassierten Grasshopper Club mitentscheidend sein, warnt Vrabec: «Es wird nicht reichen, nur die beiden Topstürmer Munas Dabbur und Caio auszuschalten.» Zusammen hat das kongeniale Duo bereits 17 Saisontreffer erzielt.

GC dank Bernegger wieder stabiler

Trainer Carlos Bernegger, der die Hoppers am 12. März vom entlassenen Pierluigi Tami übernommen hatte, brachte wieder mehr Stabilität ins zuvor wacklige Gefüge der Zürcher. Mit dem gebürtigen Argentinier Bernegger an der Seitenlinie hat GC in sechs Spielen drei Siege und ein Remis geholt – zuletzt setzte es im Heimspiel gegen Lugano allerdings ein 0:1. Gemäss Vrabec ist dies aus Vaduzer Sicht jedoch ein «gefährliches Resultat». Für ihn würden die Grasshoppers «alles andere als ein Abstiegskandidat» darstellen: «Für mich sind sie schon raus aus der Gefahrenzone».

Ob dem tatsächlich so ist, wird sich in Bälde zeigen. Mit einem Sieg könnte der FCV heute jedenfalls nicht nur GC in Schach halten, sondern auch weiteren Druck auf die direkte Konkurrenz ausüben. Und wie es der Spielplan eben so will, spielt diese morgen Sonntag sogar gegeneinander. Dass sich Lausanne und St. Gallen gegenseitig Punkte wegnehmen, kann dem FC Vaduz nur recht kommen. Die Liechtensteiner spüren nach dem Erfolg in Lausanne wieder «Rückenwind», wie Vrabec an der gestrigen Pressekonferenz erklärte. Diesen gilt es nun in weitere positive Resultate umzumünzen.

(mp)

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