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Zu den ambitionierten Massnahmen soll auch der Landwirtschaftssektor beitragen. (Symbolfoto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|25.05.2022 (Aktualisiert am 25.05.22 17:41)

Regierung will bis 2030 50 statt 40 Prozent CO2 einsparen

VADUZ - Die Regierung hat die Klimastrategie 2050 zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Sie schlägt darin vor, das CO2-Reduktionsziel bis 2030 weiter zu erhöhen. Ein Schritt, der Massnahmen in allen Wirtschaftssektoren aber auch eine Änderung des Emissionshandelsgesetzes verlangt.

Zu den ambitionierten Massnahmen soll auch der Landwirtschaftssektor beitragen. (Symbolfoto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Die Regierung hat die Klimastrategie 2050 zur öffentlichen Konsultation freigegeben. Sie schlägt darin vor, das CO2-Reduktionsziel bis 2030 weiter zu erhöhen. Ein Schritt, der Massnahmen in allen Wirtschaftssektoren aber auch eine Änderung des Emissionshandelsgesetzes verlangt.

Mit der vorliegenden Klimastrategie will die Regierung das CO2-Reduktionsziel 2030 von 40 auf 50 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 erhöhen. Sie folge damit dem Appell des Weltklimarats, die nationalen Klimaziele zu verbessern. Die Regierung will den Grossteil der Emissionen im Inland reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt sie gemäss Mitteilung einen Katalog an Massnahmen vor. Diese beträfen sämtliche Sektoren und ergänzten die bereits beschlossenen Massnahmen der Energiestrategie 2030. Auf dem Weg zur Klimaneutralität sollen nicht nur die Energiewirtschaft, die rund 80 Prozent der inländischen Treibhausgasemissionen ausmacht, sondern auch die Landwirtschaft und der Finanzsektor einen Beitrag leisten.

Letztlich will die Regierung mit der Klimastrategie 2050 auch die Bevölkerung für das Thema Klimawandel stärker sensibilisieren. «Denn jeder und jede Einzelne kann mit seinem Verhalten etwas in puncto Klimaschutz bewirken», heisst es in der Mitteilung.

Laut dem Weltklimarat führt die zunehmende Erderwärmung immer häufiger zu Wetterextremen wie Starkniederschlägen, Stürmen und Hitze mit weltweit verheerenden Folgen. In Liechtenstein ist die durchschnittliche Temperatur seit Beginn der Industrialisierung um 2 Grad angestiegen. Als Folge davon würden Erdrutsche, Steinschläge und Waldbrände hierzulande in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich zunehmen.

Liechtenstein will bis 2050 klimaneutral sein

Liechtenstein hat 2017 das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und sich wie viele andere Länder dem Ziel verpflichtet, die globale Temperaturerhöhung gegenüber der vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Das Ziel ist eine maximale Erhöhung von 1,5 Grad. Gleichzeitig hat der Landtag mit der Verabschiedung zur Klimavision 2050 beschlossen, dass Liechtenstein bis 2050 klimaneutral wird, das heisst bis zu diesem Datum seine CO2-Emissionen auf Netto-Null reduziert.

Die Klimastrategie wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am 13. Juni vorgestellt. Dabei diskutieren laut Regierung Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und Politik über die notwendigen Massnahmen, um die Treibhausgasemissionen so rasch wie möglich auf Netto-Null zu bringen. Die Klimastrategie 2050, einschliesslich des neuen Klimaziels 2030, wird nach abgeschlossener Konsultation von der Regierung dem Landtag zur Genehmigung vorgelegt. Das neue Klimaziel erfordert eine Anpassung des Emissionshandelsgesetzes. Die Vernehmlassung zur Gesetzesvorlage finde parallel zur öffentlichen Konsultation der Klimastrategie statt.

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(red / ikr)

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