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Regierungsrätin Dominique Hasler bei ihrer Rede an der UN-Generalversammlung. (Fotos: IKR)
Politik
Liechtenstein|27.09.2021 (Aktualisiert am 28.09.21 10:16)

USA-Reise im Zeichen der Aussenwirtschaftspolitik und Nachhaltigkeit

VADUZ - Aussenministerin Dominique Hasler zieht eine positive Bilanz ihrer ersten Reise in die USA, die im Zeichen der Aussenwirtschaftspolitik und der Nachhaltigkeit gestanden sei.

Regierungsrätin Dominique Hasler bei ihrer Rede an der UN-Generalversammlung. (Fotos: IKR)

VADUZ - Aussenministerin Dominique Hasler zieht eine positive Bilanz ihrer ersten Reise in die USA, die im Zeichen der Aussenwirtschaftspolitik und der Nachhaltigkeit gestanden sei.

Ihre erste USA-Reise brachte Aussenministerin Dominique Hasler zunächst nach New York, den Hauptsitz der Vereinten Nationen. In ihrer Rede vor der UNO-Generalversammlung sprach sie sich für Multilateralismus und Rechtstaatlichkeit, internationale Solidarität sowie für Nachhaltigkeit aus, wie es in der Mitteilung des Aussenministeriums zur USA-Reise der Regierungsrätin heisst. Die Zukunft müsse von den besten Ideen gestaltet werden, nicht den lautesten Stimmen. "Dies war stets das Verständnis von Kleinstaaten - ich bin überzeugt, dass ein Staat wie Liechtenstein den Vereinten Nationen einen grossen Mehrwert bringt", wie die Aussenministerinin der Mitteilung zitiert wird.

Liechtensteins Einsatz für Multilateralismus und internationale Solidarität hätte sie unter anderem anhand der finanziellen Unterstützung der globalen COVID-19 Impfkoalition COVAX sowie der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele aufgezeigt. Dabei erwähnte die Regierungsrätin insbesondere die liechtensteinische Initiative "Finance Against Slavery and Trafficking" (FAST), welche dem globalen Finanzsektor eine wichtige Rolle im Kampf gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel gebe.

Informelles Abendessen in der FL-Residenz

In der liechtensteinischen Residenz begrüsste Aussenministerin Hasler ihre Amtskolleginnen und hohe Vertreterinnen des UN-Systems zu einem informellen Abendessen - "für viele ein Höhepunkt der hochrangigen Woche und gleichzeitig ein starkes Zeichen für Geschlechtergleichheit und Ausdruck des aktiven Engagements von Frauen in der Aussenpolitik", heisst es dazu in der Mitteilung. Des Weiteren hätte die Aussenministerin Veranstaltungen zum Internationalen Strafgerichtshof und zum Syrien-Mechanismus geleitet, bei welchen Liechtenstein seit langem eine führende Rolle einnimmt. Weitere Höhepunkte waren Gespräche mit dem Präsidenten der Generalversammlung, UNO-Sondermandatsträgerinnen sowie zahlreichen Aussenministern - etwa aus Singapur, Luxemburg, Andorra und Lettland.

Dominique Hasler beim Tref­fen mit US-Kong­res­s­abgeordneten im US Capitol Building.

Bei ihrem Kurzaufenthalt in Washington DC besprach Aussenministerin Hasler mit den Kongressabgeordneten der liechtensteinischen Freundesgruppe gemäss Mitteilung Möglichkeiten der weiteren Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Liechtenstein und den USA. Insbesondere die zunehmende Verankerung der Nachhaltigkeit in der liechtensteinischen Gesellschaft und Wirtschaft hätten interessante Zukunftsperspektiven eröffnet. Die Aussenministerin hielt laut Aussendung zudem eine Rede zur Unterstützung von Frauen, die weltweit durch COVID-19, Konflikte und autoritäre Tendenzen zunehmend in ihrer Handlungs- und Meinungsfreiheit eingeschränkt seien. Ihren Aufenthalt in Washington rundete die Aussenministerin mit einem bilateralen Gespräch mit dem Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten ab.

Das Besuchsprogramm von Aussenministerin Dominique Hasler fand in Chicago seinen Abschluss. Die Aussenministerin zog laut Mitteilung eine positive Bilanz: "In den letzten acht Tagen habe ich einen sehr vielfältigen und tiefgehenden Eindruck der Rolle Liechtensteins in den USA und der Welt erhalten. Ich freue mich, dass wir die verschiedenen Plattformen, die uns zur Verfügung stehen, so gut nutzen. Ob als aktive Stimme für die Rechtsstaatlichkeit bei den Vereinten Nationen, als glaubwürdiger und verlässlicher Partner der USA oder als innovativer Wirtschaftsmotor abseits der Weltpolitik - Liechtenstein wird viel Sympathie, Interesse und Anerkennung entgegengebracht. Das ist unser Kapital, das wir pflegen, vermehren und bestmöglich einsetzen müssen."

Regie­rungs­rätin Dominique Hasler hielt einen Vortrag an der DePaul Uni­versity in Chicago.

In Chicago überreichte die Aussenministerin der neuen liechtensteinischen Honorarkonsulin Julie Danis ihre Ernennungsurkunde. Zudem referierte sie an der DePaul University über Liechtensteins Geschichte, seine heutige Ausrichtung als Wirtschaftsstandort und die Schwerpunkte der liechtensteinischen Diplomatie. Im anschliessenden Gespräch mit dem Vize-Bürgermeister Chicagos stand gemäss Mitteilung das Potenzial zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Zentrum, insbesondere die Verbesserung der Rahmenbedingungen für international tätige Firmen etwa durch vereinfachten Marktzugang oder den Abbau von Investitionsbremsen wie im Bereich der Doppelbesteuerung.

(ikr/red)

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