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Politik
Liechtenstein|04.05.2021 (Aktualisiert am 04.05.21 15:42)

Regierung will OKP-Staatsbeitrag bei 33 Millionen belassen

VADUZ - Die Gesundheitskosten sind im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent gestiegen - ein unterdurchschnittliches Wachstum. Die Regierung beantragt beim Landtag, den Staatsbeitrag an die obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) bei 33 Millionen Franken zu belassen.

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VADUZ - Die Gesundheitskosten sind im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent gestiegen - ein unterdurchschnittliches Wachstum. Die Regierung beantragt beim Landtag, den Staatsbeitrag an die obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) bei 33 Millionen Franken zu belassen.

Nach fünf Jahren ohne nennenswertes Kostenwachstum sind die Gesamtkosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung im Geschäftsjahr 2019 erstmals wieder deutlich angestiegen (+5,8 Prozent). 2020 war das Wachstum mit 1,3 Prozent unterdurchschnittlich, dies wurde vor allem auf die Coronapandemie zurückgeführt.

Überdurchschnittlich gewachsen sind dabei die Kosten für stationäre Spitalaufenthalte, für Laborleistungen und für den Medikamentenbezug in Apotheken. Die ambulanten Leistungen, insbesondere die ambulanten Arztkosten, waren in diesem Jahr hingegen nicht kostentreibend. "Das mag ein Indiz dafür sein, dass dieses Leistungsangebot aufgrund der Covid-19-Pandemie zeitweise nur eingeschränkt in Anspruch genommen wurde", schreibt die Regierung.

Auswirkungen auf Prämien nicht abschätzbar

Unsicherheiten bezüglich der Gesundheitskosten des Jahres 2021 ergeben sich gemäss Regierung weiterhin durch die Einflüsse der Coronakise. Derzeit seien deren kostenmässige Auswirkungen nicht abschätzbar. "Nichtsdestotrotz gilt es, die Bemühungen im Hinblick auf bezahlbare Prämien weiter fortzusetzen", so die Regierung. 

OKP-Staatsbeitrag soll gleichbleiben

Im Krankenversicherungsgesetz (KVG) ist geregelt, dass der Staat 90 Prozent der im Landesdurchschnitt errechneten Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der Kinder übernimmt und für die übrigen Versicherten einen Beitrag an die Hochkostenversicherung leistet. Dementsprechend beantragt die Regierung "unter Darlegung aller entscheidungsrelevanten Sachverhalte", den Staatsbeitrag an die Kosten der übrigen Versicherten für das Bemessungsjahr 2022 auf 33 Millionen Franken festzulegen. Dies beschloss sie am Dienstag.

Der vom Staat finanzierte Beitrag würde damit gegenüber dem Vorjahr unverändert bleiben und die Prämien, den Arbeitgeberbeitrag und die Prämienverbilligung für einkommensschwache Versicherte nicht beeinflussen. Das letzte Wort hat jedoch der Landtag, der wie üblich im Juni über die Höhe des OKP-Beitrags entscheidet. 2019 beschloss dieser, den Staatsbeitrag von 29 auf 33 Millionen Franken zu erhöhen.

(red/ikr)

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