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Gesellschaftsminister Mauro Pedrazzini mit den Preisträgerinnen. (Foto: Paul Trummer)
Politik
Liechtenstein|03.11.2020 (Aktualisiert am 03.11.20 19:34)

Chancengleichheitspreis 2020: Erster Preis für "Geschichten in Leichter Sprache"

VADUZ - Am 3. November 2020 wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des Chancengleichheitspreises 2020 im Rathaussaal in Vaduz ausgezeichnet. Den Sieg holte sich dabei das Projekt "Geschichte in Leichter Sprache".

Gesellschaftsminister Mauro Pedrazzini mit den Preisträgerinnen. (Foto: Paul Trummer)

VADUZ - Am 3. November 2020 wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des Chancengleichheitspreises 2020 im Rathaussaal in Vaduz ausgezeichnet. Den Sieg holte sich dabei das Projekt "Geschichte in Leichter Sprache".

Um den 18. Chancengleichheitspreis konnten sich Projekte aus den Bereichen Behinderung, Alter, soziale Benachteiligung, sexuelle Orientierung, Migration und Integration sowie Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann bewerben. Zehn Organisationen haben dieses Jahr ihre Projekten für den Chancengleichheitspreis eingereicht.

Der erste Preis mit dem Wanderpreis und einem zweckgebundenen Barpreis in der Höhe von 15'000 Franken ging dieses Jahr an Textimum für das Projekt "Geschichten in Leichter Sprache".

Das gesamte Projekt "Geschichten in Leichter Sprache" umfasst vier Teile - in Buchform. Dabei werden Menschen, die eine Benachteiligung haben - sei es sprachlich, geistig oder durch einen Migrationshintergrund - in den Mittelpunkt gestellt.

Ziel des Projekts es, Brücken zwischen Menschen mit und ohne Benachteiligung zu bauen. Somit würde ebenfalls der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt. Die während des gesamten Projektes entstehenden Bücher sollen ganz selbstverständlich in den Bücherregalen zu finden sein. Genauso, wie auch alle Menschen - unabhängig von Herkunft, Bildung, Religion, Beeinträchtigung - ganz selbstverständlich ihren Platz in der Gesellschaft haben.

Auszeichnungen für die Flüchtlingshilfe, Clinicum Alpinum und SOS-Kinderdorf

Die beiden Anerkennungspreise zu je 5000 Franken gingenan das Projekt "Bistro on the run" der Flüchtlingshilfe Liechtenstein sowie an das Clinicum Alpinum in Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf für das Projekt "Mutter-Kind-Therapie".

Ängste und Vorurteile gegenüber Asylsuchenden entstünden, weil oftmals wenig Kontakt und somit wenig Austausch mit den in Liechtenstein wohnhaften Menschen besteht, so der Grundgedanke hinter dem Projekt der Flüchtlingshilfe. Es gibt jedoch fast keine Orte der Begegnung, die beiden Lebenswelten berühren sich oftmals nicht. Das Integrations- und Beschäftigungsprojekt "Bistro on the run" der Flüchtlingshilfe will deshalb genau hier ansetzen.

Das Projekt "Mutter-Kind-Therapie" des Clinicum Alpinum in Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf richte sich wiederum an Familien, die durch eine psychische Erkrankung der Mutter auf Grund von Schwangerschaft und/oder Geburt in eine belastende und schwierige Situation geraten sind. Die Behandlungsdauer für Frauen mit einer schweren peripartalen bzw. postpartalen Depression liegt bei acht bis 12 Wochen. In dieser Zeit ist es für Mutter und Kind essentiell, nicht voneinander getrennt zu werden um eine starke Bindung aufbauen zu können. Deshalb ist hier eine familienorientierte Therapie die Lösung, so die Idee des Projekts.

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Corona-konforme Sitzordnung. (Foto: Paul J. Trum­mer)
(red/ikr)

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